1st BMVI Startup-Pitch: Dobrindt zeichnet innovative digitale Ideen aus

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Das war mal ein Treffen der besonderen Art. Der Altersdurchschnitt lag bei etwa 30 bis 35, fast kein Mann trug Krawatte, dafür Turnschuhe, die für den Anlass wie neu gekauft aussahen. Es handelt sich um den 1st BMVI Startup-Pitch im Bundesverkehrsministerium, zu dem die Macher der interessantesten Geschäftsmodelle für Mobilität eingeladen waren. Am vergangenen Mittwochabend hat Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) drei innovative Ideen ausgezeichnet. Zuvor hatten 32 Gründer-Teams und Startups jeweils drei Minuten Zeit, um eine hochkarätige Jury für ihre digitale Geschäftsidee aus dem Bereich Mobilität zu begeistern.‎

Zur Jury gehörten Martina Koederitz, Ronald Pofalla, Georg F. W. Schaeffler, Frank Thelen und Thomas Wolf. Neben wertvollen Unternehmenskontakten erhielten die ausgezeichneten Teams je 10.000 EUR und die Aussicht auf eine weitere Förderung aus dem mFUND des BMVI. Mit insgesamt 100 Mio. EUR fördert das Ministerium mit diesem Fond digitale Innovationen.

Die Gewinner des BMVI Startup-Pitch sind:

  • accu:rate (München) mit der Software crowd:it zur Analyse von Personenströmen: Damit soll die Frage beantwortet werden, wie sich Menschen im Raum bewegen. Das Programm ermöglicht eine realitätsnahe und robuste Vorhersage von menschlichen Bewegungsmustern und berücksichtigt dabei auch psycho-soziale Eigenschaften.
  • DAVY (Berlin), ein Brennstoffzellen-(Hybrid-)Antrieb für Boote: Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines effizienten und leistungsstarken elektrischen Antriebs für Boote – bestehend aus Brennstoffzelle und Batterie. Das zentrale Element wird eine Steuersoftware sein, die die Komponenten zu einem Gesamtsystem integriert und einen effizienten Betrieb ermöglicht.
  • RailWatch (Bonn), ein digitales Monitoring-System für Güterwagen: Das System sammelt und übermittelt Informationen über den technischen Zustand von Güterwagen. Instandhaltungsmaßnahmen werden dadurch langfristig planbar. Das schafft eine höhere Betriebssicherheit, gesteigerte Kosteneffizienz und bessere Verfügbarkeit im Schienen-Güterverkehr.

Vorgestellt hatten sich auch Startup-Unternehmen, die sich mit Citylogistik beschäftigten. Die Firma Freightpilot entwickelt beispielsweise eine Plattform, um den Lieferverkehr in der Stadt effektiver und kostengünstiger zu machen. Flutaro bietet ein modulares System zur automatisierten Tourenplanung und Packator einen virtueller Marktplatz für Kurierfahrten. (sl)

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