3. BMVI Startup-Pitch – Sensortechnik für autonomes Fahren gewinnt

Gruppenbild mit Jury: Der 2. Preisträger Vialytics mit Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) und der Jury. (Foto: BMVI)
Gruppenbild mit Jury: Der 2. Preisträger Vialytics mit Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) und der Jury. (Foto: BMVI)

Eine neue Technologie für selbstfahrende Autos, ein System, um den Zustand kommunaler Straßen zu erfassen und eine Idee, um die Frachtdisposition mit Künstlicher Intelligenz – das sind die drei Ideen, die beim 3. BMVI Startup-Pitch in Berlin einen Preis erhielten. In der vergangenen Woche stellten 20 Jungunternehmer und Gründer in je einem dreiminütigen Pitch ihre Projekte vor, mit denen sie innovative Mobilitätslösungen präsentieren. Die Gewinner erhielten je 10.000 EUR aus dem mFund des Bundesverkehrsministeriums (BMVI).

„Startup greifen heute viel mehr auf externe Datenquellen zu, als noch bei den ersten beiden Pitches Anfang 2017 und im Sommer des vergangenen Jahres“, sagte Jury-Mitglied Maxim Nohroudi, CEO und Gründer des Urban Mobility-Startups Door2Door. Ebenso beschäftigten sich die Unternehmer auch damit, ob ihre technischen Systeme auch als Abbiegeassistenten eingesetzt werden könnten – ein Thema, das derzeit breit diskutiert wird. Auch die Straßeninfrastruktur spielte bei einigen eine Rolle.

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Gold beim BMVI Startup-Pitch für Blickfeld

Der Gewinner, die Firma Blickfeld aus München, hat einen Sensor entwickelt, der hochauflösende, dreidimensionale Umgebungsdaten liefert. Das System basiert laut Gründer Florian Petit auf handelsüblichen Komponenten. Das Neue bei Blickfeld ist aber, dass der so genannte Lidar-Sensor eine patentierte Silizium-Struktur hat, die mit einem Laserstrahl die Umgebung scannt. Außerdem sei der kleiner, robuster und massenmarkttauglich herzustellen.

Silber geht an Vialytics

Die Nummer zwei ist das Jungunternehmen Vialytics aus Stuttgart. Es hat ein modifiziertes Smartphone entwickelt, das an der Windschutzscheibe von beispielsweise kommunalen Fahrzeugen wie Müllabfuhr oder Straßenreinigung angebracht werden kann. Die Kamera liefert Daten über den Straßenzustand. Laut Vialytics kann eine Kommune so schon sehr frühzeitig erkennen, wo Schäden aufgetreten sind. Sie spart zudem Geld für die teure Straßenzustandserfassung.

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Bronze für Carrypicker

Der dritte Preis ging an Carrypicker aus Hamburg. Das Unternehmen hat eine Plattform geschaffen, auf der Millionen von Daten in Echtzeit verarbeitet werden. Anhand der Daten kann es die Bündelung optimieren sowie Prognosen für Verfügbarkeiten und Preise entwickeln. Grundannahme von Carrypicker ist, dass die Ladungsbündelung von sehr vielen Faktoren beeinflusst wird. In der Regel disponieren auch große Speditionen noch von Hand und nach Bauchgefühl. Das System von Carrypicker sammelt alle Daten über Ladungen und Einflussfaktoren und errechnet so die optimale Kombination für einen Transport.

Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) versicherte zum Abschluss der Veranstaltung, dass zwar nur die drei besten Ideen ausgezeichnet wurden. Das BMVI schaue sich aber jedes Unternehmen noch einmal an. Mit dabei waren unter anderem Unternehmen, die Lösungen für die digitale Auftragsabwicklung in der Logistik anboten oder ein Assistenzsystem für die Fahrrad-PKW-Kommunikation. Hier versicherten die Gründer, dass das System auch als Abbiegeassistent für LKW weiterentwickelt werden könnte.

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