6 neue DB-Startup-Lösungen

DB Mindbox
DB Mindbox; Foto: DB AG/Markus Nass
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Die Deutsche Bahn fördert mit dem DB Accelerator Technologie-Startups mit dem Ziel, im Rahmen des Qualitätsprogramms „ZukunftBahn“ rasch weitere Angebotsverbesserungen für ihre Kunden zu erreichen. Innerhalb von drei Monaten muss ein validierter Prototyp erarbeitet und die Marktfähigkeit nachgewiesen werden. Dafür erhält jedes Startup Zugang zum Coworking-Space in der DB mindbox, 25.000 Euro, Coaching, Beratung durch das Management sowie Zugang zu den Geschäftsfeldern des DB-Konzerns, um das Produkt testen zu können.

Das sind die 6 Startups der vierten Förderrunde und ihre Ergebnisse:

Neuron hat eine selbstlernende Software entwickelt, die die Verfügbarkeit von Bahnanlagen, zum Beispiel Fahrtreppen in Bahnhöfen, durch die Analyse akustischer Signale weiter erhöhen soll. Ein eingebautes Mikrofon erkennt Unregelmäßigkeiten. Mögliche Störungen können somit behoben werden, bevor sie auftreten.

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ReVibe kann aus Vibrationen Energie gewinnen. Das Unternehmen entwickelt zum Beispiel Sensoren, die sich durch Schütteln aufladen, wie eine mechanische Armbanduhr am Handgelenk. Damit könnten großräumig Sensoren mit Strom versorgt werden, die das Instandhalten des Schienennetzes erleichtern.

MotionTag hat eine digitale Anwendung für nahtlose Reiseketten realisiert. Die Kundenplattform erkennt die eigene Position und das Verkehrsmittel. Das Aus-Checken erfolgt automatisch über das Smartphone, ebenso die Abrechnung zum Bestpreis.

Holoplot will die Ansagen an Bahnsteigen verbessern. Fahrgäste hören je nach Position klar und deutlich das, was sie betrifft – ohne Störungen und Interferenzen. Die revolutionäre Lautsprechertechnologie erzeugt bis zu 16 verschiedene Soundkanäle in einem Raum.

Railvision erkennt durch neuartige Kamerasysteme Hindernisse auf der Schiene viel früher als das menschliche Auge und klassifiziert diese. Eine Unterstützung für die Lokführer, ein Gewinn für die Sicherheit und wegweisend für das vollautomatische Fahren.

Viscopic hat eine Mixed-Reality-Training-Applikation entwickelt, mit der reale Anlagen – Maschinen oder Teile von Maschinen – als Hologramm in jeden Raum projiziert werden. Für die DB hat Viscopic einen Prototypen für einen Weichenantrieb entwickelt. Damit können Instandhalter Funktionsabläufe und Wartungsarbeiten virtuell simulieren.

Jetzt prüft die Deutsche Bahn für alle Produkte konkrete Anwendungsfelder, um die positiven Effekte für Kunden rasch zu nutzen. „Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren sechs neuen Startups“, so Onno Szillis, Leiter der DB mindbox. „Die vierte Förderrunde hat einmal mehr gezeigt, mit wieviel Leidenschaft junge Gründer die Mobilität der Zukunft mitgestalten und die Angebote der DB weiterentwickeln wollen.“

Weitere Startups können noch bis zum 8. März für die fünfte DB Accelerator-Runde bewerben, in der neue Software- und Hardware-Lösungen für die Instandhaltung im Eisenbahnsektor gesucht werden.

Über Tim Meinken 136 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.

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