8 Wege Innovationen zu töten

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Innovationen sind ein Störfaktor für die Beständigkeit in Unternehmen. Ideen – oder gar neue Prozesse – bringen die eingespielten Getriebe durcheinander. Die lange gelernten und in der Vergangenheit so erfolgreichen Schritte Ihres Arbeitsalltages wollen, ähnlich eines schlafenden Schweinehundes, nicht gestört werden. Damit Sie und Ihr Unternehmen sich nicht ausversehen mit den Problemen eines Kulturwandels, veränderter Tätigkeiten oder gar neuen Kundengruppen rumschlagen muss, hier die effektivsten Methoden, um Innovationen im Keim zu ersticken. Viel Erfolg!

1. Immer in denselben Teams arbeiten

Teams wurden zu einem Zweck gegründet, damit sie ewig zusammenarbeiten. Nur, wenn sich Kollegen in den immer selben Konstellationen zusammentun, ist die Möglichkeit fremde Einflüsse für die Problemlösung einfließen zu lassen stark reduziert. Es ist ja auch nicht so, dass beständige Teams keine gute Arbeit leisten könnten. Sie kennen Ihre Kollegen und die bestehende Hackordnung. Jeder hat seine Wege an ein Problem zu treten, was in der Vergangenheit auch immer gut geklappt hat.

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Wichtig: Sie kennen die Macken und unliebsamen Themen der Anderen. Kollegen werden also keine Ideen einbringen, von denen Sie denken, dass es einem der Kollegen missfallen könnte – immerhin ist auf das soziale Gefüge zu achten, wenn man jeden Tag mit denselben Leuten an denselben Dingen arbeitet, oder wollen Sie alleine beim Mittag sitzen, weil Sie immer über neue Ideen sprechen?

2. Den Chef zufriedenstellen

Der Vorgesetzte sollte bei jedem Meeting das erste Wort haben. So kann er seine Wünsche an das zu erarbeitende Ergebnis klar formulieren und direkt alternative Lösungsvorschläge unterbinden. Denn auch wenn die Teammitglieder eigenen Stärken und Kompetenzen mitbringen, die ein Chef nicht alle teilen kann, wird es so nicht zu überraschenden Ergebnissen kommen, welche größere Projekte nach sich ziehen könnten. Außerdem wird ihr Vorgesetzter es ihnen danken, wenn sie seiner Meinung sind, auch wenn Sie diese nicht teilen.

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3. Erste Innovationen direkt bewerten

Sollten trotzdem neue Ideen in einer Diskussion auftauchen, sollten diese sofort hinterfragt werden. Schnell lassen sich an ersten Ideen Kritikpunkte finden, die eine Verfeinerung dieser unterbinden sollten. Sie sollten mit Ihren Argumenten nicht hinter den Berg halten, sonst könnte Ihr Unternehmen ein Projekt starten, welches Sie bereits jetzt schon zum Scheitern verurteilt sehen – oder denken Sie, dass beispielsweise irgendjemand ein Buch über dieses Internet kaufen würde?

4. Haben Sie Angst vor Fehlern

Keiner will versagen, sicher auch nicht Sie! Und der Fehler ist nur ein Schritt in diese Richtung. Es mögen viele Manager und Sportler sagen, dass man aus Fehlern lernen kann und sie deswegen schlussendlich zu ihrem Erfolg geführt haben, aber das sind doch nur faule Ausreden für Glück. Sorgen Sie sich daher um jeden möglichen negativen Ausgang und schätzen Sie mögliche Erfolge als das ein was sie sind: unbekannt.

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5. Behalten Sie das Bild Ihrer Kunden bei

Sie sind ein Experte, Sie kennen Ihre Kunden – warum sollten Sie sonst dort sein wo Sie sind? Es ist das Mantra vieler innovativer Unternehmen, dass der Nutzer im Fokus der Entwicklung stehen muss. Dazu unternehmen diese Firmen große Anstrengungen ihre Kunden genau zu beobachten, kennenzulernen und in der Gänze zu Analysieren. Also, lassen Sie sich nicht Ihr Bild Ihrer Kunden verdrehen. Die Welt mag sich weiterbewegt haben, aber Ihre Nutzer sind so beständig wie Ihr Produkt, also keine Sorge. Hören Sie lieber auf Henry Ford der zur Befragung von Kunden folgendes sagte: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde“.

6. Protokollieren Sie Ihre Termine

Sollten Sie nach all diesen Tipps doch in Verlegenheit kommen in ein Brainstorming oder einen kreativen Austausch zu geraten, schnappen Sie sich Stift und Papier – vorzugsweise einen kleinen Block – und protokollieren Sie das Geschehen. Sie werden erstaunt sein, wie viel Schwung verschwindet, wenn versucht wird alles säuberlich und geordnet aufzuschreiben. Passen Sie jedoch auf, dass im Raum keine Möglichkeiten einer freieren Notierung gibt – wie Whiteboards, Flipcharts oder gar mit Papier ausgekleidete Wände – sonst strotzen diese schnell vor wilden Ideen und Post-Its, aus denen Innovationen keimen könnten.

7. Kreativ Ausflüge machen

Es mag paradox klingen, dass Sie große Ausflüge in abgelegene Tagungshotels, heiße Sandstrände oder hippe Locations unternehmen sollen, um Innovationen niederzustrecken. Aber genau hier liegt der Trick! Mit einem angekündigten Termin für einen kreativen Termin erreichen Sie zwei Dinge:

Erstens werden die Innovationswilligen zufriedengestellt. Zweitens, und das ist wichtiger, halten Sie mit einem externen Termin die ganze kreative Energie aus Ihrem Unternehmen raus. Firmen die sich eine aufwändige Innovationskultur geschaffen haben, lassen ihre Methoden in jedes Meeting, in jedes Projekt und den gesamten Arbeitsalltag fließen. Sie brauchen keine Reisen, um Innovationen auszutüfteln, sie leben das tagtäglich. Damit Ihrem Unternehmen das nicht passiert, bloß keinen Raum schaffen sondern anmieten.

8. Keinen Rat einholen

Bisher hat alles geklappt! Sie sitzen an Ihrem Platz, ganz ohne Neuerungen oder Veränderungen. Doch es gibt noch eine Falle in die Sie treten könnten: Sie Fragen jemanden um Rat. Sobald Sie jemanden um Rat fragen, gestehen Sie sich im Hinterkopf ein, dass es ein Problem gibt. Sie öffnen sich für Veränderungen und hoffen auf eine gute, neue Idee. Das könnte alles ein kurzer Ausrutscher bleiben, aber sollte der Gefragte mit einer guten Antwort kommen, wird es kritisch! Sie befinden sich direkt in der Umsetzung einer Innovation.

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Über Tim Meinken 305 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig. Hier können Sie mir folgen:

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