Actros 5.0 kommt serienmäßig ohne Spiegel

Actros 5.0 mit Kameras statt Außenspielgel (Foto: Mercedes)
Actros 5.0 mit Kameras statt Außenspielgel (Foto: Mercedes)

Der LKW wird noch smarter: Jetzt hat Mercedes-Benz Trucks in Berlin die weiterentwickelte Fernverkehrs-Baureihe Actros vorgestellt. Ein Fahrzeug, dessen Design sich auf den ersten flüchtigen Blick wenig von der Vorgängerbaureihe unterscheidet. Beim zweiten Hinsehen fällt aber ein wesentliche Veränderung ins Auge: Hauptspiegel und Weitwinkelspiegel sind durch eine serienmäßige Mirrorcam ersetzt worden.

Kamera statt Spiegel

Anstelle der voluminösen Spiegelgehäuse sitzen seitlich schmale Ausleger, in denen Kameras untergebracht sind. Diese sorgen nicht nur dafür, dass sich die Aerodynamik des LKW erheblich verbessert, sie bieten auch eine bessere Rundumsicht, als die konventionellen Spiegelsysteme. Die Bilder der Mirrorcams werden auf zwei 15 Zoll große Displays an den A-Säulen im Fahrerhaus übertragen. Eine Besonderheit dabei ist, dass bei Kurvenfahrten das Bild des kurveninneren Displays mitschwenkt und der Fahrer so den kritischen Bereich immer im Blick hat.

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Die Arbeit des Fahrers soll auch das neue Multimedia-Cockpit erleichtern. Dabei dienen zwei serienmäßige interaktive Bildschirme als zentrale Informationsquelle im digitalen Fahrerarbeitsplatz. Neben den fahrerrelevanten Basisinformationen werden hier auch die Anzeigen der Assistenzsysteme dargestellt.

Voll vernetzt unterwegs

Zusätzlich bietet der neue Actros mehr Möglichkeiten zur Vernetzung: Via Apple CarPlayTM oder Android Auto lassen sich Smartphones intensiver in den Arbeitsplatz einbinden, wobei Apps dem Fahrer bei der Erfüllung seiner Transportaufgabe helfen. Zusätzlich ist das Truck Data Center permanent mit der Cloud gekoppelt. Die damit mögliche Echtzeitkontrolle des LKW über Fleetboard und Mercedes-Benz Uptime bringt dem Unternehmer Mehrwert.

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Als Feature, um den Fahrer zu unterstützen, bringt Mercedes-Benz Trucks das teilautomatisierte Fahren in Serie: Der neue Active Drive Assist kann bremsen, Gas geben und lenken. Das System bietet teilautomatisiertes Fahren nicht nur in Teil-, sondern in allen Geschwindigkeitsbereichen.

Bremsassistent mit Personenerkennung

Mehr Sicherheit verspricht auch der Active Brake Assist 5. Dieser greift ein, wenn ein Auffahrunfall oder eine Kollision mit einer querenden, entgegenkommenden oder in der eigenen Spur laufenden Person droht – im Bedarfsfall auch mit einer automatischen Vollbremsung. Neu ist, dass der Active Brake Assist 5 jetzt mit einer Kombination aus Radar- und Kamerasystem arbeitet. Damit kann das System den Raum vor dem Fahrzeug noch besser überwachen und auch auf Personen reagieren. Der Fahrer wird übrigens nicht entmündigt, er trägt weiterhin die volle Verantwortung für das Verkehrsgeschehen.

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Drei bis fünf Prozent Spritersparnis

Und was bringt das Upgrade in Sachen Verbrauch? Der neue Actros soll im Vergleich zum Vorgänger auf der Autobahn um bis zu drei Prozent weniger Diesel benötigen. Im Überlandverkehr sollen es sogar bis zu fünf Prozent Ersparnis sein. Maßgeblich dafür sind nach Aussagen des Herstellers die aerodynamischen Verbesserungen aufgrund des Umstiegs auf die Mirrorcam in Verbindung mit den neuen Endkantenklappen. Die intelligente Tempomat- und Getriebesteuerung Predictive Powertrain Control (PPC) arbeitet zudem noch einmal deutlich effizienter und ist dank erweitertem Kartenmaterial jetzt auch auf Überlandstrecken einsetzbar. Außerdem kommen neue kraftstoffsparende Hinterachsübersetzungen zum Einsatz. (ben)

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