Allyouneedfresh vernetzt Online-Supermarkt mit Amazons Alexa

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Seit kurzem bietet Amazon die Möglichkeit, sprachgesteuert einzukaufen. Hinter dem Echo genannten Lautsprecher steckt eine künstliche Intelligenz namens Alexa. (Foto: Amazon)

Zwei Drittel der Deutschen haben Umfragen zufolge noch nie Lebensmittel über das Internet bestellt. Dennoch: Bei Allyouneedfresh ist das Management überzeugt, dass der Einkauf im Supermarkt ein Auslaufmodell ist. Das zu Deutsche Post DHL gehörende Unternehmen setzt derzeit alles daran, das Einkaufen von Lebensmitteln im Netz zu vereinfachen. Kunden können bereits via Messenger einkaufen, zum Beispiel per Whatsapp oder mit dem Deutsche Post eigenen Messenger Simsme. Vor kurzem erst hatte der Händler zudem einen intelligenten Abfalleimer präsentiert, der sich mit der Online-Einkaufsliste verknüpfen lässt.

Lebensmitteleinkauf per Alexa Zufruf

Nun vernetzt Allyouneedfresh seinen Shop mit Amazons digitalem Sprachassistenten Alexa. Benutzer des Lautsprechersystems Echo oder Echo dot können künftig Produkte per Zuruf auf die Allyouneedfresh-Einkaufsliste setzen. Über den Befehl „Alexa, bitte Allyouneedfresh aufrufen“, fragt Alexa zurück: „Was möchtest Du heute einkaufen?“. Nun kann es losgehen: „Tomatenmark, Kaffee, Pasta, Spülmittel …“ Die Produkte, die nacheinander „gesprochen“ werden, erscheinen danach auf der Einkaufsliste. Beim nächsten Aufruf des Shops können diese editiert und zum Warenkorb hinzugefügt werden, zusammen mit anderen Produkten. Der Einkauf per Alexa werde in den nächsten Wochen schrittweise für alle Nutzer freigeschaltet, teilt Allyouneedfresh weiter mit.

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Zweistelliges Wachstum

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Die Lebensmittel-E-Commerce-Branche erhofft sich durch das sprachgesteuerte Einkaufen einen großen Schub. Bisher fristen Güter des täglichen Bedarfs in Deutschland noch ein Nischendasein im E-Commerce. Nach aktuellen Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (BEVH) liegt der E-Commerce-Umsatz im Food-Segment – Getränke und sonstige Nahrungsmittel – immer noch unter der Marke von 1  Mrd.  EUR.

Zusammen mit den nahestehenden Kategorien wie Drogeriewaren und Tiernahrung, den sogenannten Near-Food-Produkten, ergibt sich eine Summe von etwa 3,3  Mrd. EUR inklusive Umsatzsteuer (2015: 2,9 Mrd. EUR). Damit stieg der online erwirtschaftete Bruttoumsatz mit Gütern des täglichen Bedarfs im vergangenen Jahr um 13,5  Prozent. Der Bruttoumsatz des deutschen Lebensmitteleinzelhandels dürfte 2016 voraussichtlich etwa 255  Mrd. EUR betragen. Damit erreicht der E-Commerce-Anteil bei Gütern des täglichen Bedarfs 1,3 Prozent. (cs)

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