Amazon baut Transportflotte durch 20.000 Sprinter aus

Mercedes-Benz wird im neuen US-Werk in North Charleston 20.000 Sprinter für das neue „Delivery Service Partner Programm“ von Amazon produzieren. (Foto: Daimler)
Mercedes-Benz wird im neuen US-Werk in North Charleston 20.000 Sprinter für das neue „Delivery Service Partner Programm“ von Amazon produzieren. (Foto: Daimler)

Amazon treibt den Ausbau eines eigenen Zustelldienstes nun massiv voran. Anlässlich der Eröffnung des Sprinter-Werks in North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina kündigte Mercedes-Benz Vans einen Großauftrag des Onlinehändlers an. Demnach erweitert Amazon seine Lieferflotte in den USA um 20.000 Transporter. Damit werde der Konzern zum weltweit größten Sprinter-Kunden.

Die Fahrzeuge sind für das neue „Delivery Service Partner Programm“ von Amazon vorgesehen. Amazon-Manager Dave Clark spricht von einer „enormen Resonanz“ auf das Programm. Kleinunternehmer erhielten hier „maßgeschneiderte Vans und spezielle Leasingverträge, um ihre Start-up-Kosten niedrig zu halten“, wie es heißt.

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Amazon hatte Ende Juni Unternehmer zur Gründung kleinerer Lieferfirmen aufgefordert, die dann bis zu 40 Fahrzeuge mit Amazon-Logo betreiben sollten. Der Konzern versprach den neuen Lieferdiensten „aktive Starthilfe“ und einen operativen Gewinn von jährlich bis zu 300.000 USD. Mit der Zeit will Amazon so nach damaligen Angaben Hunderte kleine Lieferfirmen gewinnen. Der Konzern argumentiert, die wachsende Zahl der Paketzustellungen zwinge ihn zum Aufbau des eigenen Lieferdienstes, da die etablierten Zusteller Fedex, UPS und die US-Post mit dem steigenden Aufkommen nicht mehr Schritt halten könnten.

Auch in Deutschland besteht bereits eine Partnerschaft mit dem Fahrzeugbauer. Mercedes-Benz Vans stellt Lieferpartnern im Ruhrgebiet bis Ende 2018 bis zu 100 E-Vito zur Verfügung. Es würden angesichts der steigenden Nachfrage nach dem Expressprodukt „Prime“ mehr Kapazitäten und Flexibilität für die Next-Day und Same-Day-Belieferung benötigt, lautet die Begründung hierzulande für die eigene Zustellflotte. Den Aufbau der E-Flotte begründet der Onlinehändler damit, die Möglichkeiten für Lieferfahrten auf der letzten Meile zu erhöhen. Denn in vielen Städten drohen erhebliche Einschränkungen für Diesel-Fahrzeuge. Mit Amazon Logistik arbeitet der E-Commerce-Konzern in Deutschland wie ein regulärer Paketdienst und ergänzt die Kapazitäten von Deutsche Post DHL und Hermes. (cs)

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