Autobauer testen neue Produktionslogistik

Autonomer Routenzug versorgt Montagelogistik im BMW Group Werk Dingolfing (Foto: BMW)

Mit der Weiterentwicklung hoch automatisierter Fahrzeuge und Maschinen könnten die Autobauer mehr Effizienz in der Intralogistik erreichen. So setzt BMW ein Innovationsteam ein, das an verschiedenen Produktionsorten neue Systeme testet. Gute Aussichten auf Erfolg könnten in diesem Jahr einige Projekte haben, die dann von der Projektphase in Serie gehen werden. Um welche es sich konkret handelt, steht jedoch noch nicht fest.

Im Test befinden sich unter anderem Augmented-Reality-Datenbrillen. Sie sollen die Mitarbeiter bei der Sortierung von Bauteilen unterstützen und das zu sortierende Bauteil visuell erfassen und einer optischen Qualitätsprüfung unterziehen. Mit dabei sein könnten auch selbstfahrende Smart Transport Robots (STR) im Werk Wackersdorf. Sie transportieren Bauteile und benötigen dabei keine im Boden installierten Induktionsschleifen zur Navigation.

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Erfolgssysteme von Jungheinrich, Still und SSI Schäfer

Zu den erfolgversprechenden Systemen gehören zudem autonome Routenzüge, mit denen BMW im Werk Dingolfing arbeitet. Hier hat BMW mit dem Rollout begonnen. Die Fahrzeuge unter der Bezeichnung EZS 350a liefert Jungheinrich.

Ein weiteres Fahrzeug im Reigen der autonomen Systeme sind die Schubmaststapler. Die Firma Still hat mit Dematic für Audi am Ingolstädter CKD-Logistikstandort eine Lösung entwickelt, um den Versand der Komponenten und Baugruppen zu verbessern. Zwei automatisierte FM-X-Schubmaststapler befüllen ein Hochregallager mit Großladungsträgern und bedienen von dort aus 24 Verpackungslinien.

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Nicht nur einzelne autonome Fahrzeuge übernehmen peu à peu Aufgaben in der Intralogistik. Zu den Komponenten gehören auch vollautomatische Hochregallager. Die Daimler AG hat dafür SSI Schäfer für den Bau und die Ausstattung eines Entkopplungsmoduls zwischen Fertigung und Motorenmontage beauftragt.

Der Anbieter für Intralogistiksysteme baut ein vollautomatisches viergassiges Hochregallager in Silobauweise mit 4.600 Palettenstellplätzen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Kommunikation zwischen den einzelnen IT-Landschaften. So hat das Unternehmen die eigene Logistiksoftware für die Prozesssteuerung im Pufferlager in die IT-Landschaft von Daimler eingebunden. (jh/rok)

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Über Tim Meinken 295 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig. Hier können Sie Kontakt zu mir aufnehmen:

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