Autonome Schiffe sind keine Job-Killer

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Foto: Rolls-Royce

Autonome Schiffe stellen möglicherweise eine geringere Bedrohung für die Arbeitsplätze von Seeleuten dar als angenommen. Zumindest bei den Offizieren wird es nicht zu einem Stellenabbau kommen und bei den Mannschaften eröffnen sich durch die Verlagerung von Aufgaben der Steuerung und Überwachung an Land ebenfalls neue Tätigkeitsfelder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der International Chamber of Shipping (ICS) zu den potentiellen Folgen der autonomen Schifffahrt (Maritime Autonomous Surface Ships/Mass) für die gesamte Branche und das Personal an Bord. Unter der Leitung der Hamburg  School of Business Administration (HSBA) wurden die Aspekte für die Arbeitswelt und den rechtlichen Rahmen untersucht und wobei mehr nach Fakten als nach Fiktion beurteilt wurde.

„Die autonome Schifffahrt bietet sicher neue Chancen, aber es ist ein sehr komplexes Thema, bei dem Rahmenrichtlinien genau festgelegt werden müssen“, sagt Guy Platten, Generalsekretär der ICS. Für ihn steht fest, dass die Rolle des Personals an Bord und an Land neu definiert werden muss – sowohl hinsichtlich des Einsatzes im Betrieb als auch unter gesetzlichen Aspekten. Da es noch eine Weile dauern wird bis autonom fahrende Schiffe in nennenswerter Zahl unterwegs sind, gebe es ausreichen Zeit um Ausbildungsstandards anzupassen und erfahrene Seeleute mit digitalem Fachwissen auszustatten. Es gehe schließlich um die Zukunft von 1,6 Mio. Seeleuten der internationalen Handelsschifffahrt, so Platten.

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Wesentliche Aspekte der Digitalisierungsfolgen für die Schifffahrt werden auch Gegenstand der Tagung der International Labour Organization (ILO) in Genf im Februar 2019 sein. (jpn)

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