Blockchain: IBM geht in die Offensive

Maersk, Blockchain
(Foto: Maersk)
Die Blockchain ist eine sich ständig aktualisierende Datenbank, die auf einer Vielzahl von Rechnern gespeichert ist. In einer Kette von Datenblöcken werden Transaktionen verschlüsselt aufgezeichnet, die im Nachhinein nicht verfälscht werden dürfen. Damit sind zum Beispiel alle Transaktionen entlang einer Lieferkette unveränderlich gesichert und einsehbar.

Jeder Beteiligte soll den Lieferugsstand einsehen können

Bisher ist es vor allem der IT-Konzern IBM, der daran arbeitet, den Nutzen für die Logistik zu erschließen. So ist IBM zum Beispiel in Dubai Teil einer Blockchain-Initiative für Im- und Exportprozesse. Die Lösung soll allen Beteiligten ermöglichen, jederzeit Informationen zum Lieferstatus und Zustand der Waren einholen zu können. Dies könnte zum Beispiel bei verderblichen Waren interessant sein, um Temperaturen, die während des Transports geherrscht haben, nachzuvollziehen. Ziel ist es zudem, Fracht- und Lieferpapiere durch sogenannte smarte Verträge zu ersetzen, um den administrativen Aufwand zu verringern.Eine mit Maersk entwickelte Branchenlösung soll dazu beitragen, Containertransporte zu vereinfachen, zu beschleunigen und transparenter zu machen. Jeder Beteiligte soll den Fortschritt der Lieferung und den Dokumentenstatus einsehen können. IBM und Maersk beabsichtigen, mit einem Netz von Verladern, Spediteuren, Reedereien, Häfen und Zollbehörden zusammenzuarbeiten. Die Lösung werde voraussichtlich Ende des Jahres einsatzbereit sein. Damit könnten künftig Betrug verhindert und Fehler vermieden werden. Zudem ließen sich der Lieferprozess beschleunigen, das Bestandsmanagement verbessern und letztlich Kosten reduzieren. (cs)
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