Blue Rocket Congress: Alte Welt trifft auf neue

09 11 2017 BLUE ROCKET KONGRESS , Hamburg, Podium, vl: Stage Selfie Aktion Social Media
Foto: Dierk Kruse

Wenn Logistiker nach den Herausforderungen für ihr Geschäft gefragt werden, denken sie in erster Linie an Kosten. Über hohe Treibstoffpreise, Mautgebühren und Personalausgaben beklagt sich dann jeweils mindestens jeder zweite. Die Digitalisierung der Logistik ist für die Unternehmen in der Mehrheit eine Herausforderung, die Kosten der Digitalisierung sehen indes nur 15 Prozent als Gefahr. Julia Miosga folgert daraus: „Bei der Digitalisierung wissen die Akteure noch überhaupt nicht so recht, wo sie ansetzen müssen.“ Und: „Die Branche muss aufpassen, dass sie den digitalen Anschluss nicht verpasst.“ Miosga ist Bereichsleiterin Handel und Logistik beim ITK-Verband Bitkom und muss es wissen.

Digitalisierung quasi im Blut haben dem gegenüber die zahlreichen Start-ups, die mittlerweile den Logistikmarkt für sich entdeckt haben. Sie wissen, wie man neue Technologien nutzt und neue Geschäftsmodelle entwirft. Darum, einander kennen- und voneinander zu lernen, ging es am Donnerstag daher beim ersten Blue Rocket Congress der DVZ in Hamburg. Rund 140 Teilnehmer – sowohl von etablierten Logistikern als auch von Start-ups – kamen in die Hafen City oder beteiligten sich auf Twitter. 

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Abgerundet wurde das Programm durch Fachvorträge und Diskussionsrunden – und einen Start-up-Pitch. 24 junge Unternehmen stellten in jeweils drei Minuten ihr Geschäftsmodell vor. Das beste wurde prämiert: mit 20.000 EUR und zwei Plätzen im Digital Hub Logistics in Hamburg. Gewonnen hat Doks Innovation aus Dortmund. Das junge Unternehmen bietet mittels eines digitalen Klons von Lägern und des Einsatzes von Flugrobotern eine innovative Lösung für Inventuren und das Bestandsmanagement.

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Über Tim Meinken 308 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig. Hier können Sie mir folgen:

1 Kommentar

  1. Ich finde es immer wieder spannend diese Berichte zu lesen. Die Digitalisierung ist für die Logistiker und Speditionen überhaupt kein Problem, das umzusetzten. Nehmen wir mal als Beispiel den elektronischen Ablieferbeleg, den gibt es für Pakete und Stückgut schon seit Jahrzehnten trotzdem ist kaum ein 40t LKW in ganz Europa mit dieser Technik ausgestattet.
    Obwohl es Millionen von alltäglichen Diskussionen und Tagesgeschäftsproblemen komplett erledigen würde. Warum noch nicht jedes Handy kann inzwischen mehr leisten?

    1. Gibt es kaum einen Kunden in Deutschland, der bereit ist mehr Fracht zuzahlen um solche Innovationen zu finanzieren, was eigentlich das aller größte Problem ist.

    2. Gibt es keinen einzigen Hersteller, von Zugmaschinen, der wirklich sinnvolle Entwicklungen in dem letzten Jahrzehnt in seinen Zugmaschinen serienmäßig anbietet. Nur ein wenig Designveränderung und vielleicht Fahrerassistenzsysteme sonst
    hat sich hier seit über 10 Jahren nichts getan, auch nicht in der wohnlichen und bürotechnischen Nutzung des Fahrerraums.
    Da ist jeder Fiat 500 technisch weiter, als die Zugmaschinenhersteller.

    Sprich also, der Logistiker kann sich das gar nicht anschaffen, weil es nicht produziert wird und er kann es nicht an den Kunden verkaufen, weil dieser nicht bereit ist es zu bezahlen. Die Gründe für die mangelnde nicht Digitalisierung liegen ergo nicht bei den Logistikern.

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