BMW prescht mit Elektro-LKW weiter vor

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Foto: BMW

Der Automobilkonzern BMW will sich weiter als Vorreiter für nachhaltige Produktionslogistik positionieren. In Zukunft werden drei elektrische 40-t-Lastzüge, die Versorgung des Münchner Stammwerks unterstützen. Lieferant der Fahrzeuge ist der sächsischen Hersteller Framo, der MAN-LKW auf Elektroantrieb umrüstet.

Elektro-LKW-Einsatz im Werkverkehr

Zwei LKW werden Fahrzeugkomponenten transportieren. Jeden Werktag fährt der Logistikdienstleister Scherm bis zu acht Touren vom BMW-Lager in Karlsfeld (Landkreis Dachau) zum rund 12 km entfernten Stammwerk. Der dritte Zug transportiert Fahrzeuge. In einem 15 km langen Rundlauf bringt das Autologistikunternehmen ARS Altmann Neufahrzeuge nach Garching (Landkreis München) und anschließend verkaufte Fahrzeuge für die Kundenauslieferung nach München.

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82 t weniger CO2

Das Fahrzeug-Trio reduziert die CO2-Emissionen laut BMW um bis zu 82 t im Jahr. Gemessen an 600 LKW, die jeden Werktag für den Autokonzern unterwegs sind, mag dieser Beitrag vernachlässigbar erscheinen. Für BMW ist die Flotte jedoch ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Produktionslogistik. Auch in den Werken Landshut und Leipzig setzt der Autoriese seit kurzem elektrische LKW ein.

Für Jürgen Maidl, Leiter Logistik und Produktionsnetzwerk, sind solche Fahrzeuge Teil der Konzernstrategie, möglichst viele Verkehre weg von konventionellen Straßenfahrzeugen zu verlagern. „Wir haben bisher unsere Nachhaltigkeitsziele fast ausschließlich mit der Schiene realisiert“, betonte der Produktionslogistiker. Mit Elektro-LKW sieht er außerdem den Konzern besser gegen drohende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge gewappnet.

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Warten auf mehr Reichweite beim Elektro-LKW

Über den weiteren Ausbau der Elektro-Flotte will der Konzern keine Angaben machen. Viel hängt wohl auch vom technischen Fortschritt der Fahrzeuge ab. Mit 64 km/h Höchstgeschwindigkeit und 184 km Reichweite sind die neuen Züge dem Terberg-LKW, der seit 2015 das Stammwerk von einem zwei Kilometer entfernten Logistikzentrum mit Fahrzeugkomponenten versorgt, geringfügig überlegen. Dieses Fahrzeug schafft nur 40 km/h bei einer Reichweite von 162 km und wird ebenfalls von der Scherm-Gruppe gefahren.

Weil Terberg für den aktuellen Auftrag kein Angebot abgab, stieg der Logistikdienstleister auf Fahrzeuge des sächsischen Herstellers Framo um. „An diesem Unternehmen führt gegenwärtig kein Weg vorbei“, macht Firmenchef Kurt Scherm auf das dünne Marktangebot für schwere LKW aufmerksam.

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