DAF Trucks nimmt an Truck Platooning Feldtest in Großbritannien teil

Daf Platooning Großbritannien LKW autonom
Foto: Daf

Daf Trucks nimmt jetzt an einem zweijährigen Truck Platooning Feldtest in Großbritannien teil. Dieser Langzeittest findet unter der Leitung des britischen Transport Research Labors statt. Zusammen mit seinen Partnern TNO, Ricardo und dem deutschen Logistikkonzern DHL soll mehr Erfahrung im Platooning auf ausgewählten Straßen erlangt werden. Die ersten offiziellen Versuchsfahrten mit den Testfahrzeugen sind bereits für die kommenden Monate geplant. In Deutschland werden gleichzeitig ebenfalls Teststrecken geplant und warten auf die ersten LKW-Platoons.

Die britische Regierung erhofft sich vom Truck-Platooning-Test mehr Erfahrung mit dieser teilautonomen LKW-Technologie zu sammeln. Dadurch soll die Effizienz für den Straßengüterverkehr erhöht werden. Das Fahren im elektronisch gekoppelten Verbund ermöglicht ein dichtes Auffahren in Konvois, was sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch und damit auf die CO2-Emissionen, die Sicherheit und den Verkehrsfluss auswirkt. Zudem steigert die Nutzung von fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen die Sicherheit auf der Straße – so die Zielsetzung des Projektes.

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Was ist eigentlich Platooning?

Automatisches Beschleunigen, Bremsen und Lenken

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Beim Truck Platooning erlauben hochentwickelte Technologien wie Wifi-P, Radar und Kamerasysteme drahtlos miteinander vernetzten LKW in kurzem Abstand hintereinander zu fahren. Durch Nutzung der Fahrinformationen des ersten LKW im Platoon können die nachfolgenden Fahrzeuge automatisch beschleunigen, bremsen und sogar lenken.

Wenn das führende Fahrzeug während des Verbundfahrens bremst, bremsen auch die folgenden Fahrzeuge nahezu zeitgleich und ohne nennenswerte Verzögerung. Damit erhöht die elektronische Deichsel enorm die Sicherheit im Verkehr. Durch eine maximale Reduzierung des Abstands zwischen den Sattelzügen und die optimale Nutzung des Windschattenfahrens können in Zukunft Kraftstoffeinsparungen von bis zu 10 Prozent sowie eine entsprechende Reduzierung der CO2-Emissionen erzielt werden. Auch die Optimierung des Verkehrsflusses zählt zu den Vorteilen, da LKW-Platoons sich nicht gegenseitig überholen.

Darüber hinaus ermöglicht die Truck-Platooning-Technologie auch PKW sich in den Verkehr besser einzufädeln oder die Autobahn sicherer zu verlassen, selbst wenn sie ein Platoon durchkreuzen. Die verbesserten Assistenzsysteme, die Platooning ermöglichen, tragen somit auch aktiv zur Verkehrssicherheit bei. Anders als beim Menschen sind die Systeme allzeit in Alarmbereitschaft und reagieren 25 Mal schneller als ein Leistungssportler.

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Der Fahrer ist immer noch nötig

„Truck Platooning ersetzt nicht den Fahrer”, betont Borsboom mit Nachdruck. „Jeder Truck benötigt einen Mann oder eine Frau hinter dem Steuer. Auf Nebenstraßen oder im städtischen Verkehr muss der Fahrer jederzeit die Kontrolle über den LKW haben. Truck Platooning ist in erster Linie eine effiziente Lösung für den Fernverkehr auf Autobahnen und Schnellstraßen. Trotz aller Automatisierung müssen die Fahrer jedoch speziell geschult werden, die Kontrolle zu übernehmen falls nötig oder andere transportbezogene Arbeiten zu übernehmen. Truck Platooning ist nicht der Anfang vom Ende des Kraftfahrerberufs. Es soll lediglich die Arbeit hinterm Steuer erleichtern. Der Verkehr nimmt mehr und mehr zu und die Herausforderung für den Fahrer wird immer größer. Intelligente Systeme wie Truck Platooning werden dem Fahrer zukünftig helfen mit diesen steigenden Anforderungen besser umzugehen.“

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Über Tim Meinken 148 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.

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