Das Ende der Spedition?

Die Digitalisierung erfasst nicht nur immer stärker die Logistik, sondern schafft auch neue Spielregeln. Darüber herrschte beim Frankfurt Air Cargo Innovation Lab am Frankfurter Flughafen weitgehend Einigkeit. So kommen neue Konkurrenten aus der digitalen Welt in den Markt, um etablierten Luftfrachtplayern wie den Spediteuren Marktanteile abzunehmen, hieß es auf der von Flughafenbetreiber Fraport und der DVV Media Group organisierten Konferenz.

„50 Prozent der Firmen, die hier im Raum vertreten sind, wird es in zehn Jahren nicht mehr geben.“ Céline Hourcade, Iata

Céline Hourcade, beim Airline-Dachverband Iata für das Cargo Transformation Program verantwortlich, sieht viele Dienstleister in Bedrängnis: „50 Prozent der Firmen, die hier im Raum vertreten sind, wird es in zehn Jahren nicht mehr geben.“ Das betreffe auch die Spedition, sagte sie bewusst zuspitzend.

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Gleichzeitig wurde während der Konferenz darauf hingewiesen, dass mache Digitalplattform erst noch ihre Bewährungsprobe bestehen müsse. Anders als Spediteure seien Digitalpioniere oft nicht erreichbar, wenn der Verlader auf Probleme bei der Transportdurchführung stoße.

KPMG-Manager Steffen Wagner sieht die Aircargo-Branche steigenden Ansprüchen seitens der Versender ausgesetzt. „Geschäftskunden beginnen, sich wie B2C-Kunden zu verhalten“, sagte Wagner. Nach seinen Worten fehlt jedem zweiten Unternehmen in der Transportbranche eine klar definierte digitale Geschäftsstrategie, was fahrlässig sei.

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