Das sind Europas Top Start-up-Städte

Start-up

Start-up-Städte müssen wie die ansässigen Unternehmen sein: schnell, innovativ und entschlusskräftig. Mit diesen Eigenschaften galt Berlin noch 2015 als Topadresse für Start-ups in Europa. Allerdings ist die Investitionsfreudigkeit der Anleger im vergangenen Jahr kaum gewachsen. Mit 220 Finanzierungsrunden hat sich die Hauptstadt zum Vorjahr nur um 8 verbessert. Die Investitionsumme sank hingegen von 2,23 Mrd. EUR auf 1,07 Mrd. EUR.

Das reicht nicht mehr für den Topplatz. 2016 konnten gleich drei europäische Städte Berlin überholen. In London wurden 2,2 Mrd. EUR ausgegeben – das entspricht dem Finanzierungsvolumen von Berlin 2015 und reicht für den ersten Platz in Europa. Danach folgt Paris mit 1,3 Mrd. EUR und Stockholm mit 1,2 Mrd. EUR. Die schwedische Stadt profitiert dabei von Spotify. Das Start-up konnte 900 Mio. EUR einsammeln und ist damit an der Spitze der finanziellen Förderungen im vergangenen Jahr.

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Der deutsche Markt

Im Bundeslandvergleich liegt Berlin weiterhin vorn. Wie dort wurden auch in Bayern (83 Transaktionen), Nordrhein-Westfalen (48) und Hamburg (40) mehr Finanzierungsrunden gezählt als im Vorjahr. Beim Finanzierungsvolumen konnten sich im vergangenen Jahr die Start-up-Standorte Bayern (527 Millionen Euro) und Nordrhein-Westfalen (141 Mio. EUR) hinter der Bundeshauptstadt platzieren – und verzeichneten dabei erhebliche Zuwächse: Bayern um 87 Prozent und NRW um 57 Prozent.

Keine Risikofreude in Hamburg, BW und Sachsen

Rückläufig war das Finanzierungsvolumen in Hamburg, wo 127 Mio. EUR in junge Unternehmen flossen – im Vorjahr waren es aufgrund eines Mega-Deals – noch 321 Mio. EUR. Bis auf Baden-Württemberg und Sachsen, wo jeweils zwei Deals weniger gezählt wurden als im Vorjahr, verzeichneten alle anderen größeren Start-up-Regionen einen Anstieg der Transaktionen.

In Deutschland stieg die Zahl der Unternehmen, die zwischen 5 und 10 Mio. EUR erhielten im vergangenen Jahr von 33 auf 55. Die Zahl der Unternehmen, die zwischen 10 und 50 Mio. EUR einsammelten, stieg von 48 auf 461 Und sogar bei den Deals zwischen 50 und 100 Mio. EUR gab es einen leichten Anstieg: von vier auf sechs. Der Rückgang beim deutschlandweiten Investitionsvolumen sei also allein auf das völlige Fehlen sehr großer Transaktionen ab 100 Mio. EUR zurückzuführen.

Über Tim Meinken 120 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.

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