DB Schenker nutzt Scanhandschuh

ProGlove scanhandschuh
Foto: Proglove

In der Automobillogistik erfreut sich der Scanhandschuh des Münchner Start-ups Pro Glove wachsender Beliebtheit. Jetzt ist mit DB Schenker ein weiterer prominenter Kunde hinzugekommen, der Auto-Komponenten mit diesem Produkt kommissioniert. Im rund 43.500 Quadratmeter großen Lager in Eching (Landkreis Freising) mit automatischem Kleinteile- und Hochregellager setzt die Konzerntochter den Handschuh für die Produktionsversorgung des Münchner BMW-Werks ein. Die Leistungspalette in Eching umfasst über Warenein- und -ausgang, Lagerung von Fahrzeugteilen und Leergutabwicklung hinaus auch Mehrwertleistungen wie das Umpacken von Einweg- in Mehrwegverpackungen.

Der Scanner sitzt auf dem Handrücken des Kommissionierers und wird durch Zusammendrücken von Daumen und Zeigefinger aktiviert. Wenn die Barcodes erfasst sind, erhält der Mitarbeiter sofort eine optische, akustische und haptische Rückmeldung. Auf dem Tablet erhält er Informationen aus dem Lagerverwaltungssystem über Mengen, Kommissionierungsorte und kann an die Arbeit gehen. Wenn er eine falsche Komponente nimmt, schlägt das Gerät sofort Alarm.

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Scanhandschuh erhöht Gechschwindigkeit und Sicherheit

„Verglichen mit den bisherigen Ringscannern ermöglichen die Handschuhe ein schnelleres, sichereres und einfacheres Arbeiten“, sagt Tom Schmitt, Schenker-Vorstand Kontraktlogistik. So können Mitarbeiter durchgehend mit beiden Händen arbeiten, ohne dass sie zwischendurch den Scanner in die Hand nehmen müssen. Außerdem verkürzen die Handschuhe laut Schmitt die Prozesszeiten um bis zu 40 Prozent. Mit rund 40 g inklusive Scanner sind sie leicht und überzeugen zudem durch Ergonomie und intuitives Bedienen. Weil auch die Lagermitarbeiter mit dieser Technik zufrieden sind, will Schenker den Scanhandschuh demnächst auch an weiteren Lagerstandorten einführen.

Mit Stückpreisen von rund 1.000 EUR ist der Handschuh deutlich teurer als herkömmliche Hardware, Schmitt zufolge rechnet er sich vor allem an hochpreisigen Standorten mit hohen Umschlagsfrequenzen, wie sie gerade für die Auto- und Elektronikindustrie anfallen. Allerdings arbeiten mittlerweile auch Konsumgüterhersteller und Handelsketten wie die Rewe-Tochter Penny mit dem Handschuh.

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Pro-Glove-Gründer Thomas Kirchner spricht von rund 250 Kunden, die das Produkt für Logistik- und Montagedienstleistungen nutzen. Für 2019 kündigt er ein neues Produkt mit erweiterten Funktionen an. Allerdings wird auch dieses ausschließlich mit Barcodes arbeiten. Lösungen für RFID-Tags rechnen sich Kirchner zufolge wegen deren geringen Verbreitung vorerst nicht. (Steffan Bottler)

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Über Tim Meinken 288 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig. Hier können Sie Kontakt zu mir aufnehmen:

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