Die Straße aus Plastik-Abfällen kommt

Straße aus Plastik, Plasticroad
Grafik: Plasticroad
Blue Rocket Congress Hamburg

Eine Straße aus Plastik-Müll soll nicht nur ökologisch sein, sondern auch den Verkehrsfluss fördern. Grund für die Verbesserung sollen deutlich kürzere und seltenere Bau- und Wartungszeiten sein. Diese Annahme machen die drei Projektpartner der Straße aus Plastik: KWS, Total und Wavin. Gemeinsam entwickeln sie die PlasticRoad in den Niederlanden und bereits dieses Jahr soll der erste Prototyp fertig sein.

Warum eine Straße aus Plastik?

Das Konzept der PlasticRoad stellte KWS bereits 2015 vor. Damals warb das Unternehmen mit der Umweltfreundlichkeit der neuen Methode, durch die Verwendung von recycelten Plastik. Dazu kamen doch auch andere Vorteile. Die Fahrbahn ist rund viermal leichter, als ein aktueller Vergleich mit Asphaltstraßen. Dadurch senken sich die Transportkosten, ebenso wie die Konstruktionszeit. In nur rund einem Drittel der Zeit, für den Bau einer bisherigen Straße, soll die PlasticRoad installiert werden können. Die Fertigbauweise der Plastikelemente verringert zudem auch die Wartungsarbeiten. Die Fabrikfertigung ermöglicht Straßenmarkierungen im Vorfeld aufzubringen.

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Zwei-Ebenen-Fahrbahn

Die Elemente der Plastik-Fahrbahn enthalten einen Hohlraum unterhalb der Fahrbahn. Dieser ist durch die Materialauswahl möglich und kann für die Unterbringung von Rohren und Leitungen genutzt werden. Ebenfalls kann Regenwasser in diesen Kanälen abfließen und so die versiegelte Fläche in Städten reduzieren. Die Partner planen zudem die Integration von Telematiklösungen innerhalb der Elemente. In der Entwicklung sind Konzepte für Beleuchtung, Beheizung über Solaranlagen oder die Auswertung von Verkehrsbewegungen.

Über Tim Meinken 137 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.

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