Digitale Lösung für mehr Preistransparenz in der Logistik gewinnt Start-up-Wettbewerb

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Die Sieger des Start-up-Wettbewerbs „Be an Innovator 2017“ der Management- und Technologieberatung BearingPoint stehen fest. Beim großen Finale in Berlin präsentierten zehn Teams von Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Rumänien unter dem Motto „Go Digital“ ihre Ideen zum Thema Digitalisierung.

Team Skipper setzt auf Preistransparenz in der Logistik

Den ersten Preis gewann das Team „Skipper“, das sich nun über 8.000 Euro Siegesprämie sowie ein Jahr Betreuung durch BearingPoint freuen kann. Die Studenten der Schweizer Universität St. Gallen haben eine Plattform entwickelt, die eine höhere Preistransparenz und zusätzliche Benchmark-Möglichkeiten in der Logistik bietet. Zuvor hatten sie bereits Erfahrung gesammelt, wie Frachtcontainer von Anbieterseite bepreist werden und welche Herausforderungen in diesem Zusammenhang für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) auf Nachfragerseite entstehen. Da der Frachtcontainermarkt für KMUs teilweise undurchsichtig ist und somit oft zu hohe Ausgaben für die Überseefracht entstehen, soll mit der Plattform, die im ersten Schritt auf der Handelsroute EU-USA zum Einsatz kommt, die Verhandlungsmacht der KMUs erhöht werden. Mit der Unterstützung von BearingPoint möchte das Schweizer Team sein Projekt umsetzen, einen stabilen Kundenstamm akquirieren sowie Kapital zur Weiterentwicklung beschaffen. Timarian Rust und Andreas Beirholm, die als Vertreter für „Skipper“ die Idee präsentiert und die Jury überzeugt haben, freuten sich entsprechend über ihren Sieg in Berlin: „Das ‚Be an Innovator Event‘ von BearingPoint war eine ausgezeichnete Veranstaltung, bei der wir durch den intensiven Support sehr viel gelernt haben. Jetzt, da wir gewonnen haben, freuen wir uns sehr, weiterhin mit BearingPoint als kompetentem Partner zusammenarbeiten zu dürfen.“

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Sichere Medizintransporte auf Platz 2

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Den zweiten Platz des „Be an Innovator Awards 2017“ hat das deutsche Team „Inveox“ der Technischen Universität München gewonnen. Unter dem Motto „Rethinking Pathology“ erzählten die Studenten von ihren persönlichen Erfahrungen, welche fatalen Folgen Verwechslungen von Gewebeproben und darauf basierende falsche Diagnosen haben können. Da Proben nach wie vor noch manuell erfasst und weiterverarbeitet werden, besteht ein hoher Optimierungsbedarf für die steigende Menge zu verarbeitender Gewebeproben. Das Team entwickelte deshalb Gewebeprobebehälter, sogenannte „smart speciment containers“, sowie die entsprechende Technik zur digitalen Erfassung und Speicherung der Gewebeproben. Durch diesen Prozess werden nicht nur Fehler minimiert, sondern auch erhebliche Zeiteinsparungen bei der Erfassung erzielt und somit Kosten gespart. Anfang 2018 möchte das Team den Markt im DACH-Raum betreten und mit der Serienproduktion starten. Maria Driesel, CEO, und Dominik Sievert, CTO, waren glücklich über ihre Platzierung beim Finale in Berlin: „‚Be an Innovator‘ war für uns ein fantastisches Event mit tollen Projekten und Kontakten zu Teilnehmern und Jury – das bringt unser Start-up enorm voran! Klasse Feedback und Austausch mit einer hochkarätigen Jury! Danke, BearingPoint!“

Auf Platz 3 für den Revolutionsversuch des stationären Handels

Platz drei des „Be an Innovator Awards 2017“ erzielte das Team „RETAIL-Quant“ der Universität Göttingen. Die Studenten möchten mit ihrer Idee den stationären Handel in das digitale Zeitalter begleiten. Hierfür haben sie ein Erfassungsgerät entwickelt, das demographische Parameter sowie die gekaufte Ware der Kunden an der Kasse registriert und durch Algorithmen zu verwertbaren Daten weiterverarbeitet. Somit können Händler ihre Strategien noch individueller auf das Kundenverhalten anpassen. Gordan Volaric und Arcadi Llanza präsentierten ihr Konzept vor der BearingPoint-Jury und freuten sich über ihren Erfolg: „Die wichtigste Komponente beim ‚Be an Innovator Wettbewerb‘ war für uns die enge Zusammenarbeit und der großartige Austausch mit BearingPoint – insbesondere mit unserem Coach. Beim Event selbst waren wir begeistert von der Atmosphäre und dem offenen Umgang mit den einzelnen Start-ups. Die folgende Diskussion zu möglichen Kontakten und Kooperationsmöglichkeiten war auf einem sehr freundschaftlichen Niveau und ließ viel Spielraum für Kreativität. Der Wettbewerb und das erhaltene Feedback waren in jeder Hinsicht eine Bereicherung für ‚RETAIL-Quant‘ und uns persönlich als Gründer.“

Kiumars Hamidian, Mitglied des globalen Management-Komitees bei BearingPoint und Vorsitzender der Jury, kommentierte den Wettbewerb abschließend: „Hochschulen sind ein wesentlicher Bestandteil in unserem Start-up-Ökosystem. Mit ‚Be an Innovator‘ möchten wir Studierenden die Möglichkeit geben, ihre Ideen weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen. Die Finalisten des diesjährigen Wettbewerbs haben Innovationen vorgestellt, die eine hohe wirtschaftliche respektive gesellschaftliche Relevanz haben, und wir freuen uns sehr, diese Innovationen gemeinsam mit den Studierenden voranzutreiben.“

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Über Tim Meinken 198 Artikel

Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.
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