Digitaler Kampf gegen die Kapazitätsknappheit

Digitaler Kampf Kapazität Logistik start-up Innovationen
Foto: Dierk Kruse

Der Transportmarkt ist von Knappheit geprägt – es fehlen beispielsweise Fahrer, Parkplätze und Lagerraum. Was Logistikdienstleister und deren Auftraggeber ärgert, erfreut findige Unternehmer. Denn wer solche Schmerzpunkte erkennt, kann darauf ein Geschäft aufbauen. Heutzutage sind die entsprechenden Lösungen vor allem digital. Das hat der Blue Rocket Congress gezeigt, den die DVZ am Donnerstag, 15. November, im Digital Hub Logistics in der Hamburger Speicherstadt veranstaltet hat. Mit Roadheroes, Unser Parkplatz und Sharehouse präsentierten denn auch drei Start-ups ihre Lösungen, die exakt die drei genannten Probleme adressieren. 17 junge Unternehmen präsentierten bei der diesjährigen Digitalisierungsveranstaltung in Summe ihre Geschäftsideen.

Die Branche befindet sich dabei insgesamt an einer wichtigen Wegkreuzung. Zum einen sei es weiterhin notwendig, daran zu arbeiten, die Prozesse zu verbessern, unterstrich Steffen Wagner, Leiter der Logistiksparte bei KPMG. Eben wegen der knappen Kapazitäten. Auf der anderen Seite hätten die Unternehmen aber erkannt, dass es nicht mehr nur darum gehen könne, die Kosten zu senken. „Wir erleben einen Paradigmenwechsel“, betonte Prof. Christian Kille vom Institut für angewandte Logistik der Hochschule Würzburg vor rund 110 Teilnehmern. Zahlreiche Logistiker würden an Lösungen arbeiten, welche die Qualität ihrer Dienstleistung erhöhen oder das Leistungsspektrum erweitern.

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Ganz neue Dienstleistungen oder gar Geschäftsmodelle in der Logistik zu entwickeln, ist dabei gar nicht so einfach, machte Ralf Niemeier von der Firma Visitrans deutlich. Begründung: Anders als im B2C-Geschäft, wo man eine Produktidee als Minimum Viable Produkt (MVP) auch mit einigen Fehlern leicht am Markt austesten könne, gelte im B2B-Geschäft in der Regel der 100-Prozent-Ansatz. „Mit einem Produkt, das nur zu 25 Prozent funktioniert, scheitern sie in B2B“, betonte er. Visitrans möchte mit der Plattform Visimatch daher auch nicht das Rad neu erfinden, sondern hat sich auf die Optimierung des Containermanagements konzentriert.

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