Digitalisierung: zwischen Druck und Angst

Digitalisierung Logistik Druck Angst digital
Zwischen Druck und Angst

Obwohl viele Logistiker glauben, dass die Digitalisierung die Branche nachhaltig verändern wird, scheinen Ressourcen und Expertise zu fehlen, um eine klare Strategie für die nächsten Jahre zu definieren. Damit steige die Gefahr, dass branchenfremde Unternehmen in den Markt drängen und die Digitalisierung zu ihren Gunsten nutzen. So kommentieren die Berater von Roland Berger Umfragergebnisse, die Teil einer aktuellen Logistikstudie zu digitalen Geschäftsmodellen sind.

Die gesamte Studie

Letztlich könnten vor allem mittelgroße Firmen verlieren, die weder die nötige Größe noch eine ausreichende Spezialisierung aufweisen, warnen die Berater. In anderen Branchen habe sich gezeigt, dass auch Nischenanbieter Chancen haben. Die Großen wiederum seien zwar schwerfällig, gelten aber vor allem aufgrund ihrer finanziellen Ressourcen als Treiber der Digitalisierung. Roland Berger hat rund 300 Unternehmen aus den Bereichen Carrier, Spedition, Landverkehr und Kontraktlogistik aus 19 Ländern auf fünf Kontinenten befragt.

Wie sich die Prozesse verändern werden, sei schwer vorhersagbar, so Klaus van Marwyk, Leiter der Studie. „Vermittelnde Tätigkeiten, die im Kern eine Intransparenz des Marktes ausnutzen, werden unter Druck geraten“, vermutet er aber. Van Marwyk moderiert heute in der Ausstellung ein Fachgespräch („Meet the Expert“) zum Thema Logistiksoftware. Morgen Nachmittag spricht er dann über digitale Geschäftsmodelle. (cs)

Anzeige
Anzeige
Über die DVZ Redaktion 162 Artikel
Internationale Fachzeitung für Logistik und Transport, Verkehrspolitik und -wirtschaft, Spedition, Lagerei, Umschlag, Industrie und Handel.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen