Dominos liefert Pizza mit selbstfahrenden Lieferroboter

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Foto: Dominios

In Australien arbeitet die Pizza-Kette Dominos an einem selbstfahrenden Lieferroboter. Seit Ende vergangenen Jahres fährt bereits ein Prototyp durch die Stadt Brisbane und beliefert ausgewählte Kunden. Der Name des kleinen Pizzalieferanten lautet DRU, kurz für Dominos Robotic Unit. Lieferungen per Roboter scheinen aktuell in Mode.

Pizza-Lieferroboter basiert auf Kriegsgerät

Dominos hat die DRU gemeinsam mit dem Start-up Marathon Robotics entwickelt. Das Unternehmen baut hauptsächlich Roboter für das Training von Soldaten. Diese Fahrzeuge haben aufgebaute Ziel, die sich selbstständig durch Gelände oder Gebäude bewegen und somit das Zielschießen dynamischer gerstalten sollen. Für den Pizzalieferdienst wurde das selbstfahrende System und die Umgebungserkennung mit einem gesicherten Thermoaufsatz kombiniert.

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DRU ist ein Kurzstreckenläufer

Als Einsatzgebiet der Lieferdrohne sieht das Unternehmen hauptsächlich die nähere Umgebung der ausliefernden Filiale. DRU hat eine Batteriereichweite von 2o km und kann dabei eine Geschwindigkeit von 20 km/h erreichen. Damit kann die Pizza problemlos über die Gehwege transportiert werden, ohne Fußgänger und Fahrradfahrer zu gefährden. Zur laserbasierten Objekterkennung Lidar warnt ein klassischer Sensor vor direkten Kollisionen – ähnlich wie beim Staubsaugerroboter. Verglichen mit der doch recht „leichte“ Transportware, ist DRU ein Schwergewicht. Ganze 190 kg bringt er mit seiner Größe von 1,20 m auf die Waage. Der durchschnittliche Lieferradius liegt bei 3 bis 5 km um den Backofen.

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Foto: Dominos

Sicherheit ist ein wichtiger Faktor

Neben der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer, ist auch die Sicherheit der Lieferung wichtig. Daher ist DRU wetter- und wasserfest, um gegen die Witterung gewappnet zu sein. Damit der selbstfahrende Lieferroboter auch gegen menschliche Eingriffe gesichert ist, ist die Ladung mit einem stabilen Verschlusssystem gesichert. Das hohe Gewicht hält Diebe vom mitnehmen der Drohne ab und ein vernetztes Kamerasystem sendet im Fall von Vandalismus oder einem Diebstahlversuch direkt Bilder des Angriffes an die Cloud zur weitern Verfolgung. Dominos CEO Don Meij sagte dazu: „Wir rechnen damit, dass es anfangs zu Zwischenfällen kommen wird, aber daraus müssen wir dann lernen“.

Bis zur Jahresmitte soll der weitere Betrieb kommen

Noch im ersten Halbjahr soll der DRU testmäßig in Australien für Dominos Pizza ausliefern. Innerhalb von zwei Jahren sollen dadurch alle Fehler ausgemerzt werden – aktuell fehlt DRU noch eine Einschätzung seiner Höhe und Breite, was besonders beim Manövrieren problematisch ist. Meij ist zuversichtlich, dass dann der Standardbetrieb kommt. Auch die Sorge um sinkende Arbeitsplätze sieht der CEO eher entspannt entgegen: „DRU kann nicht über Highways oder auf langen Strecken eingesetzt werden. Er wird einfach ein weiterer Teil der Liefermannschaft und sie nicht ersetzen“.

Über Tim Meinken 120 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.

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