E-Straße in Schweden eröffnet

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Foto: eroadarlanda

Am Mittwoch ist in Schweden die erste E-Straße eröffnet worden, auf der sowohl LKW als auch PKW mit elektrischem Antrieb während der Fahrt ihre Batterien aufladen können. Der E-Road Arlanda sei eine nachhaltige und kostengünstige Lösung, um allgemeine Straßen zu elektrifizieren und für einen Transport ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe zu sorgen, teilte das aus rund 20 Firmen bestehende Konsortium hinter der E-Straße mit.

Für den Betrieb wurde ein Abschnitt der Landstraße 893 zwischen dem Luftfrachtterminal des Flughafens Stockholm Arlanda und dem Logistikzentrum Rosersberg unter Strom  gesetzt. Auf 2 km Länge ist in die Fahrbahn eine Stromschiene eingelassen. Die Übertragung der Energie an den Elektromotor des Fahrzeugs findet über einen Stromabnehmer statt, der automatisch abgesenkt wird, sobald die Schiene überfahren wird. Speziell für den Verkehr hat Daf einen rein elektrisch betrieben LKW entwickelt, der im täglichen Betrieb Ladung von Post Nord zwischen dem Fracht- und dem Logistikzentrum transportieren wird.  Daf ist neben Vattenfall, Post Nord und dem Baukonzern NCC einer der Partner im Konsortium E-road Arlanda.

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Strom tanken während der Fahrt auf der E-Straße

Die stromführende Schiene liegt unterhalb der eigentlichen Führung, die den Stromabnehmer aufnimmt. Sensoren registrieren, wenn der Abnehmer sich einhakt, dann fließt Strom. Er fließt allerdings nur alle 15 m von den elektrischen Einrichtungen in die geerdete Schiene. Die Schiene ist 15 mm schmal und versenkt, sodass niemand Gefahr läuft einen Stromschlag zu bekommen.

Das Projekt E-road hat ein Budget von 65 Mio. SEK (6,3 Mio. EUR). Das meiste Geld fließt in Vorleistungen wie Tests und Entwicklung für einen späteren kommerziellen Betrieb. 70 Prozent der Summe entfällt auf die Auftraggeber (schwedische Verkehrsbehörde, Innovationsagentur und Energiebehörde) und 30 Prozent tragen die Firmen des Konsortiums. Nach gegenwärtigen Schätzungen würde eine groß angelegte Einführung der E-Straße und ihrer Technik umgerechnet weniger als 1 Mio. EUR pro Kilometer kosten. Die Projektdauer ist auf 1,5 Jahre ausgelegt.

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In Gävle nördlich von Stockholm wird seit zwei Jahren ein weiteres E-Straßenprojekt erprobt. Dort fahren E-LKW – wie auch auf einer Teststrecke in Schleswig-Holstein vorgesehen –  unter einer Oberleitung.

„Wir brauchen bahnbrechende Lösungen für klimaschonende Transporte und deswegen unterstützen wir  innovative Projekte mit einem nachhaltigen Ansatz, sagte Lena Erixon, Generaldirektorin der staatlichen Verkehrsbehörde Trafikverket. (jpn)

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