Elektro-LKW bei Coop in der Schweiz erfolgreich

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Seit Januar 2014 setzt die Schweizer Coop Genossenschaft für die Belieferung ihrer Supermärkte im Raum Zürich einen zweimotorigen 18-t-Elektro-LKW der Marke E-Force (400 PS) mit einer 3-kWp-Anlage ein. „Aufgrund der positiven Erfahrungen nahmen wir noch im selben Jahr sechs weitere E-LKW in Betrieb“, berichtet Konzernsprecherin Andrea Bergmann. „Das Fahrzeug ersetzt den herkömmlichen Diesel-LKW ohne Probleme.“ Zwar sei der Anschaffungspreis mehr als doppelt so hoch als bei einem vergleichbaren Diesel-LKW, die „Treibstoffkosten“ (Strom) betragen jedoch nur ein Viertel, die Wartungskosten lediglich ein Drittel.

Coop erzielt sogar noch bessere Ergebnisse, als die Solar Agentur bisher veröffentlichte. Das Verhältnis hängt jedoch auch stark vom Dieselpreis ab. Zudem sind Elektrofahrzeuge in der Schweiz von der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) befreit. Durch die niedrigeren Betriebskosten werde die höhere Investition kompensiert, so Bergmann. Ab einer Jahresfahrleistung von etwa 47.000 km oder 60.000 km (inkl. Photovoltaikanlage am Dach) rentieren sich E-LKW laut Coop wirtschaftlich: „Ab dieser Grenze sind die Kosten pro Kilometer geringer als bei einem herkömmlichen Diesel-LKW“, sagt Bergmann. Der Break-Even-Point hinsichtlich der Amortisation wird bei 200.000 km erreicht. Einziger Nachteil der E-Variante: Es kann kein Anhängerzug betrieben werden. (sc/hec)

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