Exoskelett entlastet Arbeiter in BMW-Werken

BMW, Exoskelett, Spartanburg
BMW-Fertigung in Spartanburg: Das US-Werk ist die weltweit größte Produktionsstätte des Autobauers. 70 Prozent der Produktion werden exportiert. (Foto: BMW)

Mit 24 Exosklett-Oberteilen unterstützt der Autobauer BMW seine Arbeiter im Werk im amerikanischen Spartanburg. Diese Westen entlasten die Träger und sollen somit präventiv gegen Verletzungen und Schmerzen helfen.

Ein Auto braucht immernoch Menschen beim Zusammenbau

Mittlerweile werden viele Arbeiten bei der Automontage von Robotern übernommen, aber immernoch sind Menschen an wichtigen Stellen beteiligt. Viele der Tätigkeiten sind belastend und schaden den Angestellten auf Dauer körperlich. Gerade Überkopf-Aufgaben gelten als unergonomisch und schädlich. Diese Belastungen sorgen für Ausfälle und schlechte Arbeitsbedinungen. BMW, wie auch viele andere Hersteller, suchen daher Lösungen, um die Arbeit ergonomischer zu gestalten. BMW testet daher unterschiedliche Exosklett-Systeme.

BMW setzt Exosklette für den Ober- und Unterkörper ein. Im Werk Spartanburg sind es 24 Exosklett-Westen. Das System wird wie ein Rucksack aufgeschnallt und unterstützt Arme und Rücken des Arbeiters. Mit einer Hydraulik wird das gefühlte Gewicht der Arme, Werkzeuge und Werkstoffe reduziert und die Arbeiter ermuden wesentlich langsamer. Außerdem erhöht eine mechanische Federunterstützung die Kraft der Arbeiter.

Exosklett-Baukasten: Der Markt wächst

Der US-Hersteller Levitate produziert das eingesetzte Exosklett. Doch auch in München testet BMW Exosklette. Allerdings sind diese für die Unterstützung der Beine und Knie gedacht.

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Nonee, BMW
Foto: Nonee

Die Beinschienen baut das Schweizer Start-up Nonee. Nachdem die Mitarbeiter sich das System umgeschnallt haben, können sie jederzeit Ihre Beine entlasten, wenn Sie am Arbeitsplatz verbleiben. Dennoch ist der Arbeiter flexibel und beweglich. Simpel gesagt, ist es ein Sitzhocker, der sich mit dem Arbeiter bewegt und immer dann da ist, wenn er sich hinsetzt. Auch Audi benutzt dieses System in Ihren Werken. Damit überschneiden sich die Unternehmen auch hier und nicht nur bei der Auswahl ihrer Scanner Handschuhe.

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Über Tim Meinken 198 Artikel

Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.
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