Gigantischer Drohnenfangarm macht Schiffe zu Flugzeugträgern

Darpa, Drohnen, Navy
Bild: Darpa

Aufklären, transportieren oder eingreifen: unbemannte Flugobjekte sind in vielen Branchen ein zukunftsträchtiger Begleiter. Die US-Marine hat nun eine neue Möglichkeit gefunden, die Drohnen beim Militär noch flexibler einzusetzen. Mit einem gigantischen Fangarm sollen die Fluggeräte direkt aus der Luft fischen und sicher auf einer Fläche von einem 20-Fuß-Container aufhalten können. Auch der Start an einer Laufschiene, mit einem zusätzlichen Beschleunigungssystem, soll so auf engem Raum möglich werden.

Die Idee hinter dem Projekt ist die einfache Umrüstung von kleineren Schiffen zu Mini-Flugzeugträgern. So könnten auch diese Flottenteile die Vorteile einer Luftaufklärung nutzen ohne täglich Millionen Dollar zu verschlingen und wie eine kleine Stadt versorgt werden zu müssen. Auch als mobile Lande- und Startanlage in unebenen Gebieten kann das System genutzt werden.

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Tragkraft von bis zu 650 kg angestrebt

Der aktuelle Prototyp schafft es lediglich Drohnen bis 200 kg aufzufangen. Allerdings soll der Arm auch die großen Kampfdrohnen „Predator“ aufnehmen können. Daher ist eine Tragkraft von bis zu rund 650 kg angepeilt.

Das Auffangen funktioniert über einen Fanghaken, ähnlich dem Mechanismus bei Flugzeugträgern. Über den Kontakt von oben wird die Drohne stark abgebremst und in ein Netz über sich gezogen. Dort soll sie unbeschädigt fixiert werden. So als würde eine riesige mechanische Spinne eine mit Raketen befüllte Fliege fangen.

Der Drohnenfangarm wird zusammen mit dem Rüstungshersteller Darpa durchgeführt und noch befindet sich das Konzept in einer frühen Prototypenphase. Jedenfalls eine vielversprechende Lösung, wenn man auf die Senkrechtstartvorrichtungen, zugunsten von Geschwindigkeit und Reichweite, von aktuell gängigen Drohnenkonzepten verzichten muss.

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Über Tim Meinken 197 Artikel

Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.
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