Iata forciert Abschied von Papier

Luftfracht Spedition Luftfrachtspedition Luftfrachtspeditionen Startup start-up

Der Airline-Dachverband Iata will mit Hilfe eines günstigen Online-Tools den Gebrauch papierloser Luftfrachtbriefe steigern. Der neue EAWB-Link soll den Spediteuren den Datenaustausch mit gut 120 Fluggesellschaften ermöglichen, betont die Iata.

Ziel der Organisation ist es, die sogenannte EAWB-Rate bis Ende dieses Jahres auf 52 Prozent zu steigern. Anfang des Jahres hatte sie bei 37,2 Prozent gelegen. Da der Wert im vergangenen September lediglich 42 Prozent ausmachte, gehen Marktkenner davon aus, dass das Ziel verfehlt wird.

Anzeige

Fortschritte bei der EAWB-Einführung gibt es unterdessen in Brasilien. Erstmals nutzt der Speditionskonzern Schenker papierlose Luftfrachtbriefe für von Lufthansa Cargo geflogene Sendungen. Das gilt für die beiden Flughäfen von São Paulo (Viracopos und Guarulhos).

Begonnen hatte das Projekt mit einem Rollout-Prozess. Ziel war es, einen EAWB-Leitfaden zu erstellen, um die Einhaltung der in Brasilien geltenden einschlägigen Regelwerke zu gewährleisten. Vorausgegangen war Anfang 2016 eine Machbarkeitsstudie, in deren Folge die Rahmenbedingungen für die Einführung eines soliden EAWB-Prozesses für Viracopos und Guarulhos geschaffen wurden.

Die Einführung des papierlosen Luftfrachtbriefes bei Schenker in Brasilien ist der erste Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung in Südamerika, sagt Thorsten Friedrich, Leiter des Projekts EAWB Global Rollout bei Lufthansa Cargo. (ma)

Anzeige
Über die DVZ Redaktion 167 Artikel
Internationale Fachzeitung für Logistik und Transport, Verkehrspolitik und -wirtschaft, Spedition, Lagerei, Umschlag, Industrie und Handel.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen