Instafreight bekommt Wachstumskapital

Instafreight BRC BRC17 Pitch

Das Logistik-Start-up Instafreight hat sich bei einer privaten Investmentgesellschaft 8 Mio. EUR frisches Kapital geholt. Das Geld solle vorrangig dazu verwendet werden, Datenschnittstellen zu Partnern und Kunden zu schaffen, so Co-Gründer und Geschäftsführer Philipp Ortwein gegenüber der DVZ. „Wir streben strategische Partnerschaften mit großen Verladern und mittelgroßen Frachtführern an“, konkretisiert er.

Die digitale Spedition, die bereits von Rocket Internet finanziert wird, hat sich das neue Kapital im Rahmen einer Series-A-Finanzierung beschafft. Dies ist die zweite Finanzierungsrunde und dient vor allem dazu, schnelles Wachstum zu ermöglichen. Von wem das Geld konkret stammt, verrät Ortwein nicht. Nur so viel: Es handele sich um ein Family Office. Diese Finanziers sind traditionell verschlossen.

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Ortwein hatte die neue Finanzierungsrunde bereits im Frühjahr gegenüber der DVZ angekündigt und damals davon gesprochen, dass auch strategische Investoren in Frage kämen. Es habe auch Interesse von Seiten großer Logistiker und von Großverladern gegeben, so der Manager. „Wir haben uns schlussendlich aber gegen ein solches Engagement entschieden“, sagt Ortwein. Schließlich könne man sich durch einen solchen Schritt auch viele Türen zuschlagen. Nur ein Beispiel: Holt man sich ein verladendes Unternehmen in den Investorenkreis, könnten andere Verlader reservierter sein, wenn es darum geht, sie als Kunden zu gewinnen.

Die 8 Mio. EUR dienen vor allem dazu, für größere Unternehmen attraktiver zu werden. Große Verlader mit größeren Mengen würden natürlich nicht über die Online-Plattform ihre Aufträge abwickeln, sondern über Datenschnittstellen, so Ortwein. Ansonsten wäre der Aufwand viel zu groß. Instafreight hat daher bereits eine API-Schnittstelle geschaffen. Technisch sei ein großer Verlader im Rahmen eines Pilotprojekts bereits angeschlossen. Anfang kommenden Jahres soll der Betrieb starten.

Internationalität ist das Ziel

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Ein weiteres Ziel des 2016 gegründeten Unternehmens ist, möglichst feste Linienverkehre aufzubauen. Schon heute gebe es häufige Verkehre im Dreieck Berlin-Ruhrgebiet, München, aber auch grenzüberschreitend von Berlin nach Polen oder auch in Richtung Benelux. Darauf könne aufgebaut werden, so der Manager.

Um all dies muss sich Ortwein künftig nicht mehr allein kümmern. Mit Maximilian Schäfer bekommt er nun wieder einen weiteren Geschäftsführer an die Seite, nachdem Gion-Otto Presser-Velder, mit dem Ortwein Instafreight gegründet hatte, in diesem Frühjahr verstorben war. Schäfer kommt von TNT, wo er in den vergangenen Jahren das E-Commerce-Geschäft von La Moda in Russland aufgebaut hat. Bei dem Berliner Start-up wird er sich nun vor allem um das operative Geschäft kümmern.

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