Intelligente Ladestrategie für Batterien spart Betriebskosten

Selbstfahrende Elektro-Transporter auf dem CTA (Foto: HHLA)

Ökostrom-Spitzen im Netz können dazu genutzt werden, um Batterien von Transportfahrzeugen zu laden. Das ist sowohl technisch möglich, als auch wirtschaftlich sinnvoll. Zu diesem Ergebnis gelangt das Forschungsprojekt Batterie-Elektrische Schwerlastfahrzeuge im Intelligenten Containerterminalbetrieb (Besic), das in den vergangenen dreieinhalb Jahren den HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) im Hamburger Hafen in ein Freiluftlabor der Energiewende verwandelt hat.

Auf dem CTA befördern automatisierte Schwerlastfahrzeuge Container zwischen Schiff und Lager. Zehn von ihnen fahren mit Batterien, die mit Ökostrom-Spitzen geladen werden: Im Rahmen des Forschungsprojekts Besic wurde ein Batterienverwaltungssystem entwickelt, das im Datenaustausch mit den Lastprognose-Systemen des Stromanbieters Vattenfall und dem Terminalsteuerungssystem des CTA dafür sorgt, dass die Batterien in der Batteriewechselstation immer zum sowohl ökologisch wie auch operativ optimalen Zeitpunkt geladen werden.

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Darüber hinaus konnte auch gezeigt werden, dass dieses gesteuerte Laden nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich interessant ist. Besic habe bewiesen, dass batteriebetriebene Schwerlastfahrzeuge (AGV) wirtschaftlicher betrieben werden können als diesel-elektrische – wenn eine realistische Schätzung der Energiepreise zugrunde gelegt wird, so die Beteiligten am Forschungsprojekt. Die Anschaffungskosten für die Batterie-AGV inklusive Batterien und Wechselstation sind zwar höher, aber über die Jahre rechnen sie sich durch niedrigere Energie- und Wartungskosten. (jpn)

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Über Tim Meinken 197 Artikel

Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.
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