Logistik-Start-ups sind ein starker Jobmotor

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Foto: IStock

Start-up-Unternehmen der Logistikbranche haben in den vergangenen 24 Monaten mehr Stellen geschaffen, als konventionelle Logistikunternehmen. Das Stellenwachstum betrug einer Analyse der Jobplattform  Joblift zufolge 63 Prozent, in der gesamten Branche waren es nur 18 Prozent. Auch das der Zeitraum, in der Stellen besetzt werden konnten, war bei den Start-ups kürzer als bei etablierten Logistikunternehmen. Die meisten Jobs seien bisher in Hamburg entstanden, Gründer und Gründerinnen hatten ihre Niederlassungen hingegen in Berlin und München. Joblift hatte zwei Jahre lang rund 15 Mio. Stellenangebote ausgewertet.

Betrachtet man die letzten 24 Monate, so entstanden in den Top 100 der Logistikunternehmen  Deutschlands gut 24.000 neue Stellen, während Start-ups derselben Branche 1.201 Jobangebote inserierten. Es falle den Start-ups offenbar zunehmend leichter, die Eintrittshürden der Logistikbranche wie den hohen anfänglichen Investitionsaufwand zu überwinden, heißt es in der Joblift-Analyse. Am stärksten gewachsen sei in den letzten zwei Jahren dabei das Last Mile Start-up Liefery, gefolgt von ProGlove, die einen smarten Handschuh für die Industrie 4.0 entwickeln. Auf Platz drei der meistausschreibenden Jungunternehmen finde sich mit Seven Senders ein Logistikdienstleister.

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Fachkräftemangel ist überall ein Problem

Insgesamt lässt ich laut Joblift ein deutlicher Fachkräftemangel im gesamten Sektor erkennen. „Beträgt die branchenübergreifende Vakanzzeit von Online-Stellenanzeigen in Deutschland durchschnittlich 34 Tage, so stehen Inserate von Logistik Start-ups ganze neun und Jobangebote der bedeutendsten Logistikkonzerne sogar zwölf Tage länger online, bevor sie besetzt werden können“, so die Autoren.

Von der zunehmenden Verjüngung der Logistikbranche profitiere vor allem der Bereich Transport und Logistikdienstleistung, in dem mit 51 Prozent rund die Hälfte aller Stellen in Start-ups entstünde. Jeweils knapp ein Viertel der Jobs werde in Jungunternehmen ausgeschrieben, die auf City-Logistik und Last Mile (24 Prozent) sowie Intralogistik und Warehousing (23 Prozent) spezialisiert seien. Je ein weiteres Prozent entfalle auf die Bereiche Supply Chain Management sowie Logistik Service und Human Resources.

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Der Analyse zufolge verliert vor allem die traditionelle Logistikhauptstadt Hamburg für Start-ups an Bedeutung. Entstünden mit 11 Prozent die meisten Stellen der Top Logistikunternehmen in der Hansestadt (gefolgt von Bremen mit 6 Prozent und Duisburg mit 3 Prozent der Jobs), so lande Hamburg bei den Start-up Inseraten mit einem Zehntel der Stellenangebote nur noch auf Platz drei. Stattdessen entstehe jede dritte Stelle in Berlin und rund ein Viertel der Jobs in München. (sl)

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Über Tim Meinken 270 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig. Hier können Sie Kontakt zu mir aufnehmen:

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