Magdeburger Hafen setzt auf 3D-Produktion

Der Magdeburger Hafen will seine trimodale Logistikinfrastruktur nutzen, um auf neuen Feldern der Technologie Kunden zu finden. Ein Bereich ist die Entwicklung der Produktion von Konsum- und anderen Gütern mittels 3D-Drucker. Viele Konsumgüterartikel, die insbesondere aus Fernost kommen, wie zum Beispiel Sport- und Freizeitschuhe, Plastikwaren, Autoersatzteile oder Spielzeug lassen sich im 3D-Druckverfahren vor Ort herstellen, teilte der Hafen in einer Pressemitteilung mit.

Der Magdeburger Hafen (TMHG) geht davon aus, dass diese Entwicklung die Güterverkehrsströme rund um den Globus nachhaltig beeinflussen wird – und hier werden besonders die internationalen Containertransporte negativ betroffen sein, weil die Produktion wieder näher an den Ort heranrückt, wo eine Ware gebraucht wird. Anderseits müssen die Rohstoffe zu den 3D-Produktionsstätten gebracht werden.

Anzeige

In diesem Zusammenhang beabsichtigt die TMHG einen solchen 3D-Produktionsstandort mit zentraler Lage für Mitteldeutschland auf dem Gebiet des Magdeburger Hafens zu etablieren. Der Hafen und das ILC Magdeburg-Rothensee haben entsprechende Flächen. Eine äußerst gute trimodale Logistikinfrastruktur und die Hinterlanddrehscheibe für Seehafenverkehre bietet der Magdeburger Hafen. Das wissenschaftliche Know-how stellen das Fraunhofer Institut und die Otto-von-Guericke-Universität zur Verfügung. Zur Realisierung des Konzepts wird die TMHG in absehbarer Zeit entsprechende Gespräche mit allen interessierten Parteien führen, besonders mit möglichen Partnern beim Fraunhofer Institut und der Universität. (jpn)

Anzeige
Über die DVZ Redaktion 191 Artikel

Internationale Fachzeitung für Logistik und Transport, Verkehrspolitik und -wirtschaft, Spedition, Lagerei, Umschlag, Industrie und Handel.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen