Mercedes-Benz Vans schickt den Sprinter 4.0 an den Start

Weltpremiere Mercedes-Benz Sprinter, Duisburg 2018 - im Bild (v.l.n.r.): Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars; Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans; Wilfried Porth, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Personal und Arbeitsdirektor, Mercedes-Benz Vans (Fotos: Daimler)
Weltpremiere Mercedes-Benz Sprinter, Duisburg 2018 - im Bild (v.l.n.r.): Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars; Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans; Wilfried Porth, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Personal und Arbeitsdirektor, Mercedes-Benz Vans (Fotos: Daimler)

Zwar ist es erst die dritte Generation des Sprinter, welche die Transportersparte des Daimler-Konzerns gestern ins Rennen um die Gunst der gewerblichen Käufer geschickt hat, aber sie ist durchaus Industrie-4.0-tauglich. Natürlich hat sich auch die reine Hardware weiterentwickelt, doch haben die Ingenieure ihrem jüngsten Kind in erster Linie eine Menge Intelligenz mit auf den Weg gegeben, um den Transporter fit für die Anforderungen der Digitalisierung zu machen.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die umfassende Internetvernetzung. Jedes Fahrzeug ist bereits mit der notwendigen Basistechnik vorgerüstet. Um diese aber sinnvoll nutzen zu können, müssen noch weitere Features wie das neue Multimediasystem MBUX (Mercedes Benz User Experience) sowie online-gestützte Dienste aus dem Mercedes-Pro-Connect-Paket geordert werden. Dieses verbindet den Fuhrparkmanager mit allen Fahrzeugen und Fahrer, wobei letztere das System intuitiv über den Touchscreen oder per Sprachsteuerung bedienen können.

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Zum Marktstart werden acht Pakete mit zentralen flotten-, fahrzeug-, fahrer- und standortbasierten Diensten eingeführt. Dazu zählen beispielsweise Fahrzeugstatus, Fahrzeuglogistik, Flottenkommunikation, Wartungs- und Unfallmanagement oder ein digitales Fahrtenbuch. Der Fahrzeugstatus zeigt alle relevanten Fahrzeugdaten sowie die Nutzung des Fahrzeugs über einen ausgewählten Zeitraum an. Zur Fahrzeuglogistik gehört der Abruf der Fahrzeugstandorte nahezu in Echtzeit oder die Anzeige und Einrichtung von Geofences (Gebietsüberwachung). Der Versand von Nachrichten, Adressen oder Kontakten zwischen dem Fahrzeugmanagement-Tool und der Mercedes-Pro-connect-App verbessert die Flottenkommunikation, Informationen über anstehende Wartungen sollen das Wartungsmanagement erleichtern. Eine dynamische Routenführung soll zudem helfen, die Auslieferungsfahrten effizienter abwickeln zu können.

Diesel-Sprinter wird ergänzt durch eVito

Neben den Dieselmotoren wird Mercedes‑Benz Vans künftig auch lokal emissionsfreie Elektroantriebe anbieten. Den Anfang macht der eVito, der seit November 2017 bestell- und ab der zweiten Jahreshälfte 2018 lieferbar sein wird. Auf den eVito folgt der eSprinter in 2019. Dessen Betreiberkonzepte werden individuell an Branchenbedürfnisse, Fuhrparkgröße, Fahrprofil oder an die baulichen Voraussetzungen bei der Schaffung einer eigenen Ladeinfrastruktur auf dem Unternehmensgelände angepasst und schaffen so ein ganzheitliches Ökosystem. Außerdem lassen sich Elektro-Grundfahrzeuge hinsichtlich ihrer Reichweite oder Zuladung dem jeweiligen Einsatzzweck exakt anpassen. Das neue Angebot bewegt sich bei den Betriebskosten auf Augenhöhe mit vergleichbaren Modellen mit Dieselaggregat. Die Elektromodelle sind vor allem für den innerstädtischen Verkehr konzipiert.

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Mit dem neuen Sprinter halten eine ganze Reihe von optionalen Sicherheits- und Assistenzsystemen in den Transportern Einzug, die bislang den PKW‑Baureihen vorbehalten waren. Dazu gehören der radarbasierte Abstands‑Assistent Distronic, der Aktive Brems‑Assistent, der Aktive Spurhalte‑Assistent sowie der Aufmerksamkeits‑Assistent. Einen weiteren wichtigen Beitrag zur Entlastung des Fahrers leistet das optionale Park-Paket inklusive einer 360‑Grad‑Kamera. Ist zusätzlich auch der optionale Totwinkel‑Assistent verbaut, kann dieser hinter dem Auto querenden Verkehr und Fußgänger erkennen und in bei Bedarf die Bremse aktivieren. Der Seitenwind‑A ssistent ist serienmäßig mit an Bord, der Transporter‑Fahrten insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten zum Beispiel auf der Autobahn deutlich sicherer macht. Der Traffic Sign Assist schafft eine zusätzliche Aufmerksamkeit für Geschwindigkeitsbegrenzungen, Einfahrt und Überholverbote sowie deren Aufhebung. (ben)

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