Neue Blockchain-Allianz für die Seefracht

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Foto: APL

Der Speditionskonzern Kühne + Nagel, die Linienreederei APL, der Brauerei-Konzern AB Inbev, das Beratungsunternehmen Accenture und eine nicht genannte europäische Zollverwaltung haben sich in einem Konsortium zusammengeschlossen und die Blockchain-Technologie zur Vermeidung des klassischen Dokumententransfers zwischen den Beteiligten getestet. Das Ergebnis: Bis zu 80 Prozent weniger Daten hätten erfasst werden müssen.

Die Beteiligten entlang der maritimen Lieferkette haben den Versand von zwölf realen Sendungen über die Blockchain abgebildet. Diese betrafen unterschiedliche Relationen und damit auch unterschiedliche regulatorische Anforderungen. Der Test habe gezeigt, dass die neue Technologie die Sichtbarkeit entlang der Lieferkette steigern und die operativen Kosten reduzieren könne, heißt es von Seiten der Konsortialteilnehmer.

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Blockchain soll Redundanz verhindern und Papier sparen

Bei typischen Seefrachtsendungen für die Automobilindustrie oder auch Konsumgüter würden regelmäßig bis zu 20 Dokumente benötigt, viele davon auf Papierbasis. Bis zu 70 Prozent der Daten müssten dabei mehrfach angegeben werden. Durch die Blockchain könnten die Daten schneller übermittelt , Änderungen einfacher gemacht und der Kontrollaufwand reduziert werden, so die Erkenntnis.

Die genannten Unternehmen sind dabei nicht die einzigen, die sich mit der Blockchain in der Logistik beschäftigen. So haben vor kurzem auch Maersk und IBM eine Blockchain-Plattform gestartet. Die DVZ wird gemeinsam mit ihrer Digitalisierungsplattform Blue Rocket Anfang Mai in Berlin einen Blockchain Day veranstalten, bei dem es auch um die Möglichkeiten der Technologie in der Seefracht geht.

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