Online-Supermarkt Picnic steigt in Deutschland ein

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Foto: Picnic

Der niederländische Online-Supermarkt Picnic startet im Verlauf der nächsten Wochen in den nordrhein-westfälischen Städten Kaarst, Neuss und Meerbusch sowie im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Testphase werde voraussichtlich noch bis in den April andauern. Verbraucher können den Angaben zufolge über eine App alle Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs bestellen und bekommen diese geliefert. Dabei falle keine Liefergebühr an.

Vorausgegangen war eine sechsmonatige Pilotphase in Kaarst im Rhein-Kreis Neuss. Geliefert werde die Ware mit einer Flotte von eigens entwickelten Elektro-Vans. Die vollelektrischen Fahrzeuge fahren nach von Algorithmen bestimmten und täglich optimierten festen Routen.

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Picnic wolle sich ausdrücklich nicht nur auf Großstädte und wenige Produkte beschränken. Das Sortiment stehe dem Angebot eines traditionellen Supermarkts in nichts nach, heißt es weiter. Zusätzlich garantiert das Unternehmen „die günstigsten Lebensmittelpreise im deutschen Markt“. „Wir wollen ein Angebot für alle Verbraucher schaffen und damit den deutschen Lebensmittelmarkt revolutionieren“, sagt Frederic Knaudt aus dem Gründerteam von Picnic in Deutschland und fügt hinzu: „Günstigste Preise und Gratislieferung können wir deshalb garantieren, weil wir anders als Supermarktketten keine hohen Mieten für Filialen bezahlen, aufgrund unserer Logistik Lebensmittelabfälle vermeiden und auf der letzten Meile hocheffizient sind.”

Mit knappen Zeitfenstern will Picnic punkten

Das Start-up bietet für die Lieferung ein maximal 20-minütiges Zeitfenster an. Verbraucher können über die App den Weg des Zustellfahrzeugs sowie den genauen Lieferzeitpunkt verfolgen und erhalten auch den Namen und ein Foto des Fahrers. „Mehrheitlich wird diese Tätigkeit von Studenten ausgeübt“, sagt Knaudt.

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Eine weitere Besonderheit: Picnic bestellt jeden Tag nur die exakte Menge an Lebensmitteln, die per App angefordert wird. Somit wolle das Unternehmen Lebensmittelabfälle vermeiden. Pfandflaschen und Verpackungen werden wieder mitgenommen.

In den Niederlanden versorgt das 2015 gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben bisher etwa 100.000 Kunden in 37 Städten. Im vergangenen Jahr hatte sich das Start-up in einer Finanzierungsrunde rund 100 Mio. EUR gesichert. Hinter dem Konzept stehen Joris Beckers, Frederik Nieuwenhuys, Michiel Muller und Gerard Scheij. Das Gründerteam in Deutschland mit Sitz in Düsseldorf besteht aus Frederic Knaudt, Arthur Oesterle und Manuel Stellmann. Sie verfügen nach eigenen Angaben über langjährige Erfahrung im Bereich Lebensmittel und Unternehmensentwicklung verfügen. (cs)

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