Pharmalogistik ist kaum digitalisiert

Pharmalogistik
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Die Herausforderungen der Digitalisierung spielen für die Pharmalogistik eine untergeordnete Rolle. Dies bestätigte Transco-Manager Thomas Schleife im Gespräch mit der DVZ. Einer der Gründe sei vor allem, dass der Pharmamarkt noch vielen behördlichen Auflagen wie zum Beispiel der physischen Dokumentation und Archivierung der Vorgänge unterliege – obwohl es den Logistikdienstleistern seit längerem möglich sei, alle diese Pflichten mit elektronischen Medien abzubilden. Doch selbst wenn der Umstieg auf elektronische Daten erlaubt wäre, muss jede Veränderung an der Software dokumentiert und unter Umständen auch validiert werden. Zugleich müsse der Beweis geführt werden, dass die Daten nicht manipuliert werden können.

Sichere Pharmalogistik gegen Fälschungen

Um das Risiko durch Produktfälschungen in den Griff zu bekommen, werden auf EU-Ebene derzeit Maßgaben für die Serialisierung der Pharma-Einzelverpackungen erarbeitet – eine Maßnahme, die bereits ab dem jahr 2019 greifen soll. Dabei muss bereits über die Verpackung erkennbar sein, wann und wo der Inhalt produziert wurde. Dafür wird derzeit eine neue Datenbank mit Data Matrix Codes eingeführt, wobei jeder Code immer nur einmal vergeben wird. Per Scan kann dann an jedem Punkt der logistischen Kette – von der Produktion bis hin zur Apotheke – überprüft werden, ob der Barcode bereits verwendet wurde beziehungsweise überhaupt existiert. (ben)

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