Rolls Royce will ein autonomes Marineschiff bauen

Rolls Royce autonomes schiff selbstfahrende schiffe
Foto: Rolls Royce

Das autonomes Marineschiff von Rolls Royce soll eine Reichweite von 3.500 Seemeilen haben. Es wird 60 m lang sein und 700 t wiegen. Bei diesen Maßen soll das Schiff 25 Knoten Höchstgeschwindigkeit erreichen.

Es könnte für Küstenpatrouille und Überwachung, logistische Unterstützung oder als Teil eines Flotteneinsatzes eingesetzt werden, um konventionelle bemannte Kriegsschiffe zu schützen. Benjamin Thorp, General Manager Naval Electrics bei Rolls Royce sagt: „Rolls Royce sieht das Interesse großer Marinestreitkräfte an autonomen, nicht an ferngesteuerten Schiffen. Diese Schiffe bieten den Marinen eine Möglichkeit, die Einsatzfähigkeit zu erhöhen, das Risiko für die Besatzung zu verringern und sowohl die Betriebs- als auch die Baukosten zu senken.“

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Rolls Royce setzt auf Sparpotenzial durch wegfallende Wohnräume

Der Wegfall von Arbeitskräften auf Schiffen verändert das Schiffsdesign radikal. Viele der Wohn- und Unterkunftsabteile werden entfernt, was zu sofortigen Kosteneinsparungen führt und das Schiff verkleinert. Der Verzicht auf Besatzung erhöht den Bedarf an sehr zuverlässigen Antriebs- und Antriebssystemen. Rolls Royce verfolgt den Ansatz, fortschrittliches Intelligent Asset Management und Systemredundanz kosteneffizient zu vereinen, um Kosten- und Volumeneinsparungen zu vermeiden, die durch den Wegfall der Besatzung erzielt werden. Eine Reihe von von Rolls Royce entwickelter autonomer Hilfswerkzeuge wie Energiemanagement, Überwachung des Gerätezustands sowie prädiktive und Fernwartung wird die Verfügbarkeit unbemannter Schiffe sicherstellen.

Das Einsatzprofil dieser Plattformen wird komplizierter sein als die kommerziellen unbemannten Schiffe „, sagt Thorp. Sie sollen von A nach B patrouillieren und dabei Schiffe und andere Hindernisse vermeiden. Irgendwann zwischen A und B werden sie etwas entdecken, vielleicht ein U-Boot, und die Mission wird zur Verfolgung und Überwachung übergehen. Das Antriebssystem muss dann einen ultraleisen Modus annehmen, um eine Erkennung zu vermeiden.“

Diese zusätzlichen Komplexitäten unterscheiden die Autonomie der Marine von der kommerziellen Autonomie und zeigen die Herausforderungen auf. Viele der Technologien, die erforderlich sind, um autonome Schiffe zu verwirklichen, existieren bereits. Rolls-Royce hat das erste intelligente Awareness-System der Welt entwickelt, das mehrere Sensoren mit künstlicher Intelligenz kombiniert, um den Schiffsbetrieb sicherer und effizienter zu gestalten. Darüber hinaus werden potenzielle Cyber-Risiken umfassend analysiert, um die End-to-End-Sicherheit zu gewährleisten.

Militärtechnik als Wegbereiter für die Wirtschaft

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Gerade durch Militär-Aufträge werden Voraussetzungen geschaffen, dass Unternehmen moderne Techniken mit einem hohen Anspruch an Funktionalität und Zuverlässigkeit erprobt werden können. Diese teuren Testphasen werden durch ein staatliches Interesse und somit schnellen rechtlichen Sondergenehmigungen ergänzt. Sobald die Techniken erprobt sind und auf den Markt kommen, können auch wirtschaftliche Anwendungen daraus erwachsen. Gerade für Transport- und Logistikfirmen sind selbstfahrende Schiffe ein spannendes Feld und Experten sehen diese Technologie schon in den kommenden Jahren als marktreif an.

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Über Tim Meinken 158 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.

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