Schweden testet Platooning mit gemischten LKW

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Foto: Scania
Das sogenannte Platooning, also das elektronisch gekoppelte Fahren von mehreren LKW hintereinander, funktioniert bisher nur mit Fahrzeugen der gleichen Marke. Jetzt soll ein Projekt in Schweden die Kompatibilitätsprobleme lösen, sodass beispielsweise LKW von Volvo und Scania zusammen in Konvois fahren können. Die an dem Projekt Beteiligten, neben den beiden genannten Herstellern noch DB Schenker, die Königlich Technische Hochschule, Research Institutes of Sweden (Rise) und die Verkehrsbehörde Trafikverket, haben sich vorgenommen, in den kommenden drei Jahren die Systeme der verschiedenen LKW-Bauer zu harmonisieren.

In dem Versuch (Sweden4Platooning) werden LKW von Volvo und Scania im täglichen gemischten Betrieb bei DB Schenker eingesetzt. Das Vorhaben wird mit 4 Mio. EUR finanziert, davon übernehmen gemeinsam 1,85 Mio. EUR die schwedische Innovationsbehörde Vinnova und das Fahrzeugtechnische Forschungsinstitut (FFI). Mit den gemischten Konvois kann der Vorteil des Platoonings (niedrigerer Verbrauch durch dichtes hintereinanderfahren, weniger CO2-Ausstoß und Einsparungen beim beanspruchten Verkehrsraum) voll ausgeschöpft werden, meinen die Forschungspartner. Ebenfalls eine Rolle spielt das Platooning bei der Verbesserung des Verkehrsflusses und der Ausnutzung der Infrastruktur. Bei DB Schenker sind LKW verschiedener Hersteller im täglichen Einsatz. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, unter realen Bedingungen die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen zu analysieren und eine gemeinsame Schnittstelle zu finden an denen sich die Systeme der Fahrzeuge zusammenschalten können. (jpn)

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