Skoda setzt lernenden Roboter ein

Der autonome Transportroboter erkennt Menschen, die seinen Weg kreuzen ebenso wie andere Fahrzeuge oder feststehende Hindernisse. (Foto: Skoda Auto Deutschland)
Der autonome Transportroboter erkennt Menschen, die seinen Weg kreuzen ebenso wie andere Fahrzeuge oder feststehende Hindernisse. (Foto: Skoda Auto Deutschland)

Der zum Volkswagen-Konzern gehörende Autobauer Skoda setzt im Komponentenwerk in Vrchlabi (Tschechien) ab sofort einen autonomen, selbstlernenden Transportroboter im regulären Betrieb ein. Dieser sei in der Lage, auf seinem Weg durch das Werk Hindernisse zu erkennen und in Echtzeit weitere Informationen aus der Umgebung in seine Streckenplanung einzubeziehen, teilt das Unternehmen mit. Wenn nötig ändere er seine Route, um jederzeit schnellstmöglich ans Ziel zu gelangen.

Eine geführte Tour genügt

Der Roboter transportiert den Angaben zufolge bis zu 130 kg Fracht auf einmal und wählt die richtigen Wege voll autonom. Anders als herkömmliche fahrerlose Transportsysteme benötigt er keine Spurführung durch Induktionsschleifen, Magnetstreifen oder Reflektoren. Zum Erlernen der Route wird das Fahrzeug per Tablet oder Joystick lediglich einmal die Strecke zwischen den Stationen entlanggeführt. Dabei erfasst es Umgebung sowie Veränderungen in seinem Umfeld eigenständig und ändert bei Bedarf seine Route.

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Mit Hilfe von Sensoren und Laserscannern erkennt der Roboter Fahrzeuge und feststehende Hindernisse ebenso wie Personen, die seinen Weg kreuzen. Das Steuerungssystem ermittelt die Annäherungsgeschwindigkeit und erkennt, ob eine Kollision droht. In diesem Fall hält der Roboter selbstständig an oder umfährt das Hindernis.

Passt Route automatisch an

Im Gegensatz zu anderen Systemen, die bei Skoda zum Einsatz kommen, passt er seine Route auf Grundlage der Informationen aus seiner Umgebung sofort an, ohne dass er dabei anhalten muss. Falls der Roboter feststellt, dass er an einer bestimmten Stelle regelmäßig auf Hindernisse trifft, ändert er seine Route dauerhaft. Je nach Bedarf sei das elektrisch betriebene System in der Lage, sämtliche Ziele auf dem 16.000 Quadratmeter großen Areal des Werkes anzusteuern, heißt es weiter.

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Täglich absolviert der Roboter rund 120 Fahrten und legt auf seiner Route zwischen mechanischem Messzentrum und Bearbeitungsmaschinen eine Distanz von insgesamt 35 km zurück. (cs)

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