Stückguttransport auch via Shipcloud möglich

Claus Fahlbusch (Shipcloud-Gründer und Geschäftsführer/l.) und Alessandro Mastrantonio besiegeln die neue Partnerschaft. (Foto: Cargo International)
Claus Fahlbusch (Shipcloud-Gründer und Geschäftsführer/l.) und Alessandro Mastrantonio besiegeln die neue Partnerschaft. (Foto: Cargo International)

Die Online-Spedition Cargo International ist eine Kooperation mit Shipcloud, einer digitalen Schnittstelle zwischen Versendern und verschiedenen Kep-Dienstleistern, eingegangen. Dadurch erhält Cargo International Zugang zu neuen Kunden, erhofft sich der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter Alessandro Mastrantonio. Mit der Anbindung von Cargo International kann künftig nicht nur der Paketversand über Shipcloud abgewickelt werden, sondern auch der Transport von Stückgütern. Und: Über die Schnittstelle Shipcloud können Onlineshops und Warenwirtschaftssysteme ohne weiteren Programmieraufwand direkt an Cargo International angebunden werden. Zudem haben alle Kunden von Cargo International künftig Zugriff auf die auf Shipcloud präsenten Kep-Dienstleister.

Bei der Cargo International handelt es sich um eine reine Online-Spedition. Gesellschafter sind die Kölner Emons Spedition (80 Prozent) sowie Mastrantonio. Das in Villingen-Schwenningen beheimatete Unternehmen fungiert als haftender Erstspediteur, bestätigt Mastrantonio. Dazu wurden Verträge mit verschiedenem Dienstleistern abgeschlossen. So wird der Stückgutbereich mit der Muttergesellschaft Emons abgedeckt, Pakete werden weltweit via UPS verladen und für Expressgüter besteht über die Partnerschaft mit der im benachbarten Albstadt angesiedelten Spedition Eppler Cargo Services Anschluss an den Expressdienstleisterverbund GEL, zählt er auf.

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Ausgerichtet auf Privatversender und Online-Shops

Ursprünglich richtete sich das Portal bei seiner Gründung vor knapp zehn Jahren vor allem auf die gerade von Stückgutspeditionen wenig geliebten Privatversender. Inzwischen sind nach Mastrantonios Angaben über 100.000 Kunden auf dem Portal registriert, 70 Prozent davon Privatkunden, 30 Prozent Gewerbekunden. Derzeit werden etwa 10.000 Sendungen pro Monat verladen. Über 85 Prozent dieser Sendungen stammen inzwischen von Gewerbe- und Stammkunden, die bis zu fünf Sendungen täglich verladen.

Zielgruppen sind reine Privatversender und Online-Shops, denen eine möglichst einfache Abwicklung von der Abholung bis zur Bezahlung über die Plattform geboten wird. Hinzu kommen gewerbliche Kunden mit maximal 200 Sendungen pro Monat auf den verschiedenen Transportwegen, wobei es sich in der Regel ebenfalls um Onlinehändler handelt. Derzeit liegt das Verhältnis von Stückgut zu Paket bei etwa 70:30.

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Deutschlandweite Einheitspreise

Für Einzelkunden bietet Cargo International eine sofortige Online-Berechnung der Versandkosten an. Diese basiert auf deutschlandweiten Einheitspreisen je nach Sendungseigenschaften – Gewicht und Abmessungen sind die entscheidenden Kriterien. Ab fünf Sendungen im Monat können Vielversender-Konditionen vereinbart werden. Um „Rosinenpicken“ zu verhindern – so sind aufgrund der Mischkalkulation Langstrecken vergleichsweise günstig – meldet das System automatisch, wenn ein Kunde nur seine Fernstreckentransporte über das Portal abwickelt.

Gebucht wird direkt über den Online-Versandrechner, auch die gängigen Online-Bezahlsysteme sind angebunden. Cargo International selbst lebt von der Marge zwischen vereinbartem Einkaufstransportpreis und dem Verkauf. Die inzwischen rund zehn Mitarbeiter erwirtschaften im laufenden Jahr einen Umsatz von rund 5 Mio. EUR. (la)

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