Testlauf für elektronischen Frachtbrief

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Frankreich und Spanien haben einen Probelauf mit dem elektronischen Frachtbrief CMR begonnen. Ein erster Straßentransport bildete vergangenen Donnerstag den Auftakt des sechsmonatigen Tests. Er wird gemeinsam von den französischen und spanischen Straßentransportverbänden FNTR und ASTIC sowie der Internationale Straßentransportunion (Iru) durchgeführt. Unterstützt wird der Test durch die Internetplattform Transfollow.
Die erste Fahrt führte über 1300 km von Huelva im Südwesten Spaniens zum südfranzösischen Perpignan. Bis Ende des Jahres wollen die Partner den Test auf die Beneluxstaaten und andere europäische Länder ausweiten.
Sie versprechen sich davon eine höhere Effizienz in den Unternehmen durch sofortige Fakturierung, Wegfall der Archivierung der Papierdokumente und mehr Transparenz. Außerdem sei das ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. „Dieser Test öffnet den Weg zu einer Dematerialisierung und damit Vereinfachung der Transportabläufe nicht nur im grenzüberschreitenden Verkehr“, meinte FNTR-Präsident Jean-Christophe Pic. „Er zeugt davon, dass unsere Branche, die nicht nur Güter, sondern auch Daten transportiert und für Innovationen aufgeschlossen ist.“
Der Frachtbrief CMR ist das offizielle Dokument, das den Gütertransport grenzüberschreitend begleitet und den Verlader, den Transporteur und den Empfänger betrifft. Künftig sind alle darin enthaltenen Angaben elektronisch in einer Cloud gespeichert und gegen Missbrauch gesichert. Sie können dort in Echtzeit aktualisiert und jederzeit von allen am Transport beteiligten Partnern abgerufen werden.

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