Thyssenkrupp testet fahrerlose Transportkapseln

Fahrerloses Transportfahrzeug für Ersatzteile in Thyssenkrupp-Blau: Die wendigen Kapseln sind mit 85 cm Breite auch für Bürgersteige geeignet. (Foto: Tele Retail)
Fahrerloses Transportfahrzeug für Ersatzteile in Thyssenkrupp-Blau: Die wendigen Kapseln sind mit 85 cm Breite auch für Bürgersteige geeignet. (Foto: Tele Retail)
Thyssenkrupp Elevator arbeitet an einer neuen Logistiklösung für die Aufzugswartung. Gemeinsam mit dem Softwareunternehmen Tele Retail, das selbstfahrende Transportfahrzeuge entwickelt, hat das Unternehmen ein Pilotprojekt gestartet, bei dem solche Transportkapseln Ersatzteile und anderes Material eigenständig zum Einsatzort bringen. Die fahrerlosen Transportsysteme funktionieren cloudbasiert.

Bei der Wartung von Aufzugs- und Fahrtreppenanlagen werden Ersatzteile stets schnell und flexibel benötigt. Der Techniker muss mit dem Servicefahrzeug entweder zur Niederlassung zurückfahren oder es sich von Kollegen liefern lassen. Doch mit immer höherem Verkehrsaufkommen in Städten nimmt Thyssenkrupp zufolge auch der Druck auf bestehende Lieferketten weiter zu. „Das ist eine Herausforderung der Urbanisierung, die unsere Servicetechniker schon heute zu spüren bekommen“, sagt Ivo Siebers, der bei dem Aufzugshersteller die globale Logistik verantwortet. „Mit den fahrerlosen Transportkapseln könnten wir eine Lücke schließen und Ersatzteile flexibler, schneller und umweltfreundlicher aus den Lagern unserer Niederlassungen bis zum Einsatzort bringen.“

Die wendigen Kapseln sind mit 85 cm Breite für Bürgersteige geeignet. Sie können bis zu 35 kg Ladung transportieren. Über einen Zugriff auf die sogenannte Logistics-Automation-Plattform könne ein schneller Überblick über den Lieferstatus gewonnen werden. (cs)

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