VW erfasst alle Bauteile automatisch mit RFID-Chips

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Foto: VW
https://www.youtube.com/watch?v=suFt2FfLRrI&feature=youtu.be

Ein großes unternehmensübergreifende RFID-Projekt nennt sich „Gläserner Prototyp“. Damit macht der Konzern den Aufbau von Fahrzeug-Prototypen nach eigenen Angaben effizienter und weniger fehleranfällig. Das Unternehmen arbeitet hier mit rund 280 Lieferanten zusammen, die ihre Prototypen-Bauteile mit Funk-Chips bestücken. Damit könne im Entwicklungs- und Erprobungsprozess sofort auf wichtige Bauteilinformationen zugegriffen werden. „Bislang haben wir händisch erfasst, welche Bauteile in unsere Versuchsfahrzeuge eingebaut werden. Das hat viel Zeit gekostet“, sagt Malte Schmidt, Leiter des AutoID-Centers bei Volkswagen. „Mit den RFID-Chips können wir unsere Fahrzeuge nun auf Knopfdruck durchleuchten und wissen sofort, was unter der Haube steckt.“

VW RFID ermöglichen „Gläserne Prototypen“

Weil Prototypen-Bauteile oft und schnell weiterentwickelt werden, muss der Versionsstand jederzeit klar sein. Das ermöglichen dem Konzern zufolge RFID-Chips mit ihrem lückenlosen elektronischen Lebenslauf. Die nötigen Hard- und Softwarestandards sind gemeinsam mit Lieferanten entwickelt und vom Verband der Automobilindustrie (VDA) in einer Industrieempfehlung zusammengefasst worden. Damit gelten sie für alle Hersteller.

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Der „Gläserne Prototyp“ ist 2011 bei Volkswagen gestartet. Er wird vom AutoID-Center verantwortet, einem Kompetenzzentrum im Vorseriencenter der Marke Volkswagen. Auch die Konzernmarken Audi und Porsche beteiligen sich an dem Projekt. Bei Volkswagen gilt es als gelungenes Beispiel für digital vernetzte, unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und gehört zu den Referenzprojekten der „Plattform Industrie 4.0“. (cs)

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Über Tim Meinken 197 Artikel

Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.
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