Was machen die Jungs von Xeneta eigentlich?

All die Arbeit der vergangenen Jahre, explizit das Zusammentragen von Millionen Kontraktraten für die Seefracht, hat sich gelohnt. Am vergangenen Mittwoch konnte Xeneta, die Plattform, auf der Verlader die selbst ausgehandelten Raten mit verschiedenen Benchmarks vergleichen können, bekanntgeben, dass der Investor Smedvig Capital mit 12 Mio. USD eingestiegen ist. Frisches Kapital für die weitere Expansion des 2012 von Patrik Berglund und Thomas Sørbø gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Oslo.

Smedvig Capital ist indes nicht der erste Investor, der den beiden ehemaligen Kühne+Nagel-Managern und ihrem Team sein Vertrauen schenkt. In Summe hat Xeneta nun 20,5 Mio. USD eingesammelt. Weitere Investoren neben Smedvig sind Creandum, Point Nine Capital, Alliance Venture und Alden.

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Smedvig ist Sørbø zufolge aber eine explizite, weitere Bestätigung dafür, dass das Geschäftsmodell trägt. Schließlich komme der Investor ursprünglich aus der Schifffahrt und weiß damit genau, worauf es in der Branche ankommt.

Xeneta nutzt fehlende Transparenz

Was das genau ist, ist indes Ansichtssache – je nachdem, ob man einen Carrier, einen Spediteur oder einen Verlader fragt. Die beiden Xeneta-Gründer jedenfalls hatten die fehlende Preistransparenz als Lücke ausgemacht. Ursprünglich wollten sie Carrier und Spediteure auf ihre Plattform ziehen. Die hatten aber wenig Interesse daran, ihre Raten offenzulegen. Berglund und Sørbø setzten daher stattdessen bei den Verladern an und überzeugten sie, ihnen ihre Kontraktraten zur Verfügung zu stellen.

23 Mio. für 160.000 Handelsverbindungen sind mittlerweile zusammengekommen. Xeneta arbeitet dabei mit etwa 700 Unternehmen zusammen. Die darauf basierenden Informationen und Marktanalysen ermöglichten es, den Frachteinkauf von Unternehmen erheblich zu optimieren“, heißt es. Mittlerweile finden sich auf der Plattform indes auch Spotraten, und auch Spediteure und Carrier haben ihre Vorbehalte gegen Xeneta mittlerweile zumindest in Teilen abgelegt.

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