Was macht die digitale Spedition Frachtraum

LKW, Frachtraum, Spedition

Die digitale Spedition Frachtraum hieß bis vor kurzem noch Überland – doch am Geschäftsmodell hat sich nichts geändert. Das Berliner Start-up hatte in den ersten Monaten 2016 die Arbeit offiziell aufgenommen. Dabei grenzt sich das Unternehmen stark vom Begriff einer Frachtenbörse ab. „Sie machen es anders als beispielsweise TimoCom und Trans.eu„, sagt Stefan Dörfelt, Produktmanager bei Frachtraum.

Frachtenbörsen sind vielmehr ein digitales schwarzes Brett, auf denen Abonnenten vorhandene Aufträge einsehen können und danach mit den Einstellern Kontakt aufnehmen können. Die Plattformen übernehmen dabei keine weitere Rolle im Transportablauf und gerade da unterscheiden sich digitale Speditionen wie Frachtraum, Cargonexx oder auch Saloodo.

Anzeige

Frachtraum bietet eine komplette Abwicklung des Transportes

Das Start-up vermittelt auf seiner Seite ebenfalls Aufträge zwischen Verlader und Transporteur. Allerdings sind die Berliner Vertragspartner und gehen damit das Risiko für den Transport ein. Dazu arbeitet ein Team an der gesamten Abwicklung der Lieferung. Die optimale Strecke, sowie der Frachtführer werden vom Start-up gewählt. Für die Verlader ist dies dennoch kein undurchsichtiger Vorgang. Auf einem eigenen Dashboard werden alle eingestellten und angenommen Aufträge aufgelistet und können verwaltet werden.

Zu den Informationen, die dort eingesehen werden können, gehören die Daten zum Fahrer, welcher die Lieferung tatsächlich transportiert – samt Foto und Kennzeichen. Zusätzlich übernimmt Frachtraum die Nachverfolgung der Ladung mit den nötigen Mobilgeräten. So lässt sich jederzeit sagen, wo eine Ladung sich befindet und ob die vereinbarte Ankunftszeit eingehalten werden kann.

Papierlose Transporte mit Zusatzinfos und automatischem Archiv

Anzeige

Die Frachtpapiere gibt es bei Frachtraum nur namentlich. Alle nötigen Dokumente werden digital erstellt und liegen den Akteuren vor. Sowohl die Unterzeichnung, als auch etwaige Anmerkungen erfolgen auf dem Smartphone. Es ist sogar möglich Fotos – etwa bei Beschädigungen – an einen Auftrag anzuhängen. Selbst der Palettentausch wird über das virtuelle System verwaltet. Für die Übersichtlichkeit werden alle „Papiere“ in einem Transport-Journal zusammengefasst. Bei wichtigen Ereignissen, wie der erfolgreichen Abholung, erhalten Nutzer zudem automatische Nachrichten.

Anzeige

Ansätze zum Abschied vom Papier häufen sich also, lesen Sie dazu auch: Der langsame Abschied der Luftfracht vom Papier  oder Über 33.000 Schiffe nutzen digitales MeldeportaleDeclaration

Kein Abo-Modell und auch was für Große

Die Anmeldung und Nutzung bei Frachtraum ist kostenlos, allerdings fallen bei jedem Transport gebühren an, die im vereinbarten Preis transparent enthalten sind. Ein weiterer Unterschied von TimoCom und Trans.eu. Für Unternehmen mit großen Auftragsmengen und eigenen Softwarelösungen bietet die Plattform eine eigene Schnittstelle zur Integration der Daten an.

Anzeige
Über Tim Meinken 147 Artikel
Digitalisierte Frohnatur, Glücklicher Ehemann und zweifacher Vater. Er arbeitet als Produktmanager Social Media / Online (DVZ und BlueRocket) zudem ist er als Autor in Hamburg tätig.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen