Containerlogistik: Adnavem sammelt 4 Mio. USD ein

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Das schwedische Start-up Adnavem hat seine bislang größte Finanzierungsrunde geschlossen und dabei 4 Mio. USD eingesammelt. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, hat es zwei neue Investoren ins Boot geholt.

Adnavem versteht sich als ein Online-Marktplatz für die Buchung und Abwicklung von Containerfracht, derzeit vor allem zwischen den asiatischen und nordischen Ländern. Das 2017 von von Andreas Wramsmyr, Linda Gårdlöv und Mattias Sundström in Göteborg gegründete Unternehmen setzt mit seinem Geschäftsmodell auf die steigende Nachfrage nach Transparenz, Kontrolle und direktem Zugang der Transporteinkäufer zu Logistikanbietern.

Mit Hilfe des frischen Kapitals wolle das Unternehmen nun „neue Märkte erobern, vor allem in Europa“, sagt CEO Andreas Wramsmyr. Bereits im Winter solle die Expansion starten. Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf der asiatisch-europäischen Handelsroute.

Die zwei neuen Investoren heißen Runa Capital und Spintop Ventures. Runa Capital, und ein globaler Fond mit Schwerpunkt auf Softwarefirmen, ist der größte Investor. Er unterhält Niederlassungen in Palo Alto, Berlin, Paris, London und Moskau. Spintop Ventures ist ein schwedischer Fond, der seinen Fokus auf nordeuropäische Technologieunternehmen legt.

Skalierbares Geschäftsmodell

„Wir sehen in der Automatisierung einer so traditionellen Branche ein großes Potenzial“, sagt Dmitrij Chikhachev, Partner bei Runa Capital. Adnavem habe eine „ausgeklügelte Lösung“ entwickelt, bei der komplett auf Mittelsmänner verzichtet werden könne und die einen „digitalen Selbstbedienungsservice“ ermögliche. „Wir sind überzeugt, dass sich Adnavem zu einer weltweiten Plattform für internationale Containerfracht entwickeln und neue Branchenstandards setzen wird“, fügt Chikhachev hinzu.

Sami Niemi, Partner bei Spintop Ventures, hebt das Skalierungspotenzial des Geschäftsmodells hervor. Dadurch sei ein schnelles Wachstum möglich. Das Angebot habe seiner Ansicht nach das Zeug, die Containerlogistik zu revolutionieren und einen hohen Mehrwert sowohl für Kunden und Logistikdienstleister als auch für andere beteiligte Partner zu schaffen.

„Wir können direkt und ohne komplexe Prozesse mit den Logistikdienstleistern zusammenarbeiten“, sagt Mattias Sundström, Mitgründer und Technikchef bei Adnavem, und fügt hinzu: „Natürlich fordern wir einen Teil der von Spediteuren erbrachten Leistung heraus, aber wir sind der Ansicht, dass der Markt ausreichend Platz für verschiedenartige Akteure bietet“. (cs)

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