E-Commerce in China wächst weiter

Der E-Commerce in China boomt. Die beiden Platzhirsche JD.com und Alibaba haben ihre Ergebnisse im zweiten Quartal 2019 bekannt gegeben – und die Zahlen können sich sehen lassen.

Nach Angaben von JD.com ist der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,9 Prozent auf 150,28 Mrd. Yuan (21,29 Mrd. USD) gestiegen. Das ist deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten, weswegen auch der Aktienkurs Anfang vergangener Woche 13 Prozent gestiegen war.

Das Unternehmen bleibt optimistisch. Für das dritte Quartal erwartet JD ein Umsatzwachstum von etwa 20 bis 24 Prozent auf 126 bis 130 Mrd. Yuan. Für das Gesamtjahr hob das Unternehmen seine Prognose für das bereinigte Nettoergebnis auf 8 bis 9,6 Milliarden Yuan an.

„Wir haben uns zu einem viel stärkeren und effizienteren modernen Logistikdienstleister entwickelt, der 6,5-mal mehr tägliche Aufträge als vor fünf Jahren ausführen kann“, sagt JD-Finanzvorstand Sidney Xuande Huang.

Alibaba auf Wachstumskurs

Auch die Konkurrenz hat alle Erwartungen übertroffen. Der Umsatz von Alibaba stieg im ersten Quartal von 80,92 Mrd. Yuan im Vorjahr um 42 Prozent auf 114,92 Mrd. Yuan (16,3 Mrd. USD).

„Wir sind mit einem starken Quartal in neue Geschäftsjahr gestartet“, sagt Maggie Wu, Finanzvorstand der Alibaba Group, „mit einem Umsatzwachstum von 42 Prozent und einem bereinigten Ebita von 34 Prozent im Jahresvergleich“.

Das Unternehmen ist bereits an der US-Börse notiert, plant aber nach Angaben von Reuters eine Zweitnotierung in Hongkong. Wie die Nachrichtenagentur meldet, habe das Unternehmen vertraulich einen Börsengang in der Stadt angemeldet, der bis zu 20 Milliarden US-Dollar einbringen könne. Alibaba hat sich noch nicht zu Berichten geäußert. (wes)

Über Carla Westerheide 10 Artikel
Fachredakteurin bei der DVZ

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