Evertracker führt neue KI-Plattform ein

Digitalisierung in der Logistik

Das Hamburger Start-up Evertracker hat seine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Plattform weiterentwickelt. Das Unternehmen plant, im Mai einen „intelligenten und neutralen Control Tower für globale Supply Chains“ einzuführen. Unternehmen können damit alle ihre Teile, Lieferungen und Produkte auf einer einzigen Plattform im Blick behalten.

Die Algorithmen seien anhand der Lieferkettenabläufe in der Lage, Verzögerungen in Echtzeit zu erkennen, sagt CEO Marc Schmitt. „So erfahren Unternehmen von Abweichungen nicht erst, wenn sie von ihren Dienstleistern benachrichtigt werden oder wenn Teile fehlen.“ Bei Verspätungen sagt die Lösung zudem die neuen Ankunftszeiten voraus, ohne dass erst mit Dienstleistern interagiert werden muss.

Algorithmen berechnen ständig die Ankunftszeiten und vergleichen sie mit den Zeitplänen – Zeitfenster oder Prozesse werden bei Bedarf umgeplant.

Plug-and-Play-Prinzip

Wer die Plattform mit allen Funktionen nutzen will, zahlt bei jährlicher Zahlungsweise 5.000 EUR pro Monat. Hinzu kommen Kosten ab 20 Cent pro getracktem Auftrag sowie eine einmalige Zugangsgebühr von 10.000 EUR. Die Lösung funktioniert laut Schmitt nach dem Plug-and-Play-Prinzip, sei also ohne größeren Aufwand einsetzbar.

Bei der Entwicklung haben verschiedene Partner unterstützt, darunter die Industriekonzerne Bosch und Ericsson, das Logistikunternehmen Panalpina, der Waggonvermieter VTG, der IT-Dienstleister DXC Technology sowie die Speditionen Fr. Meyer’s Sohn und Kobernuss.

Das 2014 von Schmitt und Peter Lindqvist gegründete Unternehmen hat es mit seinem Control Tower kürzlich in den Kreis der 20 nominierten Top-Innovatoren beim Volkswagen-Konzern geschafft. Die KI-basierte Lösung wurde aus etwa 430 eingereichten Logistikinnovationen aus 33 Ländern ausgewählt.

Zu den Kunden von Evertracker gehören bereits Unternehmen wie zum Beispiel Airbus, Audi, Lufthansa Technik, Ericsson, Bolloré Logistics sowie die Spedition Kobernuss.

Evertracker beim KI-Day

Evertracker-CEO Marc Schmitt wird an der Seite von Spediteur Hubertus Kobernuß beim „KI-Day“ am 9. April in Berlin auftreten. Die Konferenz beleuchtet, wie Algorithmen die Prozesse in der Logistik verändern werden. Beim „KI-Day“, den die DVZ in Kooperation mit dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) veranstaltet, werden noch weitere Start-ups vertreten sein. Weitere Details zum Programm erfahren Sie hier.

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1 Kommentar

  1. Die Plattform ist eine starke Leistung – Volkswagen und das IPM haben sie bereits zu 1 von 20 Top-Innovativen gewählt. Herzlichen Glückwunsch, @Evertracker!

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