Freighthub will in die globalen Top Ten

Klare Message von Freighthub an die Zuhörer und Zuschauer beim KLU Start-up Day. Foto: Reimann
Klare Message von Freighthub an die Zuhörer und Zuschauer beim KLU Start-up Day. Foto: Reimann

Als Freighthub vor drei Jahren gegründet wurde, war der Hype groß. Zwischenzeitlich wurde es etwas ruhiger, doch nun wagt sich die digitale Spedition wieder ein wenig aus der Deckung. Erst vorvergangene Woche teilten die Berliner mit, dass Ende des Jahres ein asiatischer Seefrachtspediteur übernommen worden ist, um so das Wachstum zu beschleunigen. Am Freitag zeigte Christian Hensen, Director of Operations Development,  auf, welche Vision hinter diesen Schritten steht. Bis 2022 solle Freighthub zu einem der weltweit führenden Spediteure werden, sagte er beim Start-up Day an der KLU.

Wie realistisch dies ist, ist schwer zu beurteilen. Denn Zahlen zum See- oder Luftfrachtvolumen veröffentlicht Freighthub nicht. Der Umsatz des 2016 gegründeten Unternehmens liegt allerdings im zweistelligen Millionenbereich. Mit aktuell 140 Mitarbeitern in vier deutschen und einer Niederlassung in Hongkong arbeitet Freighthub aber für mehr als 1000 Kunden, darunter auch Amazon mit seinem Service Fulfillment by Amazon. Hensen bezeichnete das 2022-Ziel vor diesem Hintergrund als ambitioniert, es sei aber nicht unmöglich.

Assets bleiben in einer digitalen Logistikwelt wichtig

Der Kundenzugang wird in einer digitalisierten Logistik mehr und mehr zu einem zentralen Asset, lautete eine Erkenntnis der KLU-Veranstaltung. In der Seefracht ist dies besonders sichtbar, zeigte eine Diskussionsrunde am Donnerstagabend. Dort versuchen Linienreeder wie CMA CGM oder auch Maersk den Zugang durch Kooperationen mit Spediteuren (Ceva und Damco) zu sichern, oder aber indem sie digitale Kunden-Interfaces bauen. In die Seefracht wird vielleicht auch wegen dieser Bewegung aktuell besonders viel Venture Capital gesteckt, lautete eine weitere Erkenntnis.

Der Kundenzugang ist ein zentrales Asset der Zukunft, aber auch ganz klassische wie Schiffe oder LKW bleiben wichtig. Klaus-Dieter Lawrenz, Gründer von Cargonexx, glaubt aber nicht, dass die Transportassets künftig noch notwendigerweise von Linienreedern, Güterkraftverkehrsunternehmen etc. gehalten werden. „Vielleicht werden die Nutzfahrzeughersteller bald Transport as a Service anbieten.“ Und vielleicht würden auch große Finanzakteure in die Branche vordringen und die Assets halten, so der Unternehmer. Mit seinem Start-up Cargonexx konzentriert er sich daher auch darauf, virtuelle Transportnetzwerke im Straßengüterverkehr mittels Künstlicher Intelligenz zu erstellen. Seine These: Dadurch werde die Disposition autonom. Kämen dann noch autonome LKW hinzu, werde der Transport selbst autonom.

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