LKWnow zeigt freie Kapazitäten für Sonderfahrten

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Foto: Scania

Unter dem Namen LKWnow will im April ein neuer digitaler Marktplatz für eilige Sonderfahrten an den Start gehen. Kern des Systems ist, dass dort nur tatsächlich freie und verfügbare LKW eingestellt werden sollen, kündigt Initiator Alexander Grelck gegenüber der DVZ an.

Zielgruppen der neuen Plattform sind Speditionen, die im Auftrag ihrer Kunden unter extremen Zeitdruck freien Transportraum für Sonderfahrten suchen und Direktverlader, die vereinzelte Transportaufträge zu vergeben haben, aber auch Transportunternehmen, die freie Ladekapazitäten kurzfristig anbieten können. Als Sonderfahrten definiert Grelck Ladungen, die innerhalb von zwölf Stunden abgenommen werden sollen.

„Im Mittelpunkt unserer Plattform stehen die Fahrzeuge und nicht die Ladungen“, erläutert Grelck. Der Disponent legt in dem System seine Fahrer und LKW an. Die Fahrer laden die App auf ihr Smartphone. Wenn sie nun ihren LKW frei melden, entscheidet der Disponent, ob er dieses Fahrzeug in LKWnow freischaltet. Verlader sehen so über eine Karte sofort, wo ein LKW zur Verfügung steht – einschließlich der dazugehörigen Fahrzeuginformationen und die für eine Auftragsvergabe wichtige Information über die Restfahrzeit des Fahrers. So kann sich ein Auftraggeber die für seine dringende Transportaufgabe das geeignetste Fahrzeug herausfiltern, so Grelck.

Preisfindung erfolgt direkt

Über den Marktplatz soll der Kontakt zwischen Auftraggeber und Transportunternehmer angebahnt werden, die Preisfindung erfolgt dann direkt. Finanzieren soll sich die Plattform über eine Flatrate, die – je nach Laufzeit – zwischen 119 und 199 EUR pro Monat beträgt. Damit auch ausreichend Kapazität über seine Plattform angeboten wird, bietet Grelck Kleinunternehmern mit bis zu fünf LKW erhalten einen Gratisaccount.

Grundsätzlich versteht sich LKWnow als Marktplatz. Im Einzelfall will Grelck auch als digitale Spedition tätig sein. Dann berechnet er 15 Prozent Provision von der Fracht, mindestens aber 149 EUR pro Auftrag.

Die neue Plattform soll im April scharf geschaltet werden. Bis Ende dieses Jahres will Grelck 400 zahlende Nutzer akquirieren, bis Ende kommenden Jahres sollen es möglichst 1000 sein. Sein Ziel ist es, ihnen täglich zwischen 500 und 1000 Fahrzeuge auf der Plattform zur Verfügung stehen. Als geographischen Schwerpunkt sieht er die Dach-Region Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Grelck ist mit seinem Unternehmen FIT Logistik- & Transportmanagement mit Sitz in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg selbst im Transportgeschäft tätig – und auf Sonderfahrten spezialisiert.

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