Logmore gewinnt start.hub Logistics

Logmore gewinnt ersten start.hub logistics (Foto: Reichmann)

Der Gewinner des ersten start.hub Logistics 2019 heißt: Logmore. Das finnische Start-up überzeugte Voter wie Jury. Denn Logmore hat den weltweit ersten QR-Datenlogger gebaut, der die Welt der Datenerfassung revolutioniert. „Logmore bietet die einfachste, kostengünstigste und benutzerfreundlichste Lösung für Temperaturüberwachung, Schockerkennung und vieles mehr. Die QR-Logger sind als Komplettservice für Pharmazeutika bis zu empfindlichem Hightech erhältlich“, sagte Niko Polvinen, COO & Co-Founder Logmore im Pitch. Da wussten er und sein Kollege Jarmo Siira noch nicht, dass am Ende der Sieg folgen sollte.

Überschwänglich lagen sich die beiden Logmore-Macher Niko Polvinen und Jarmo Siira in den Armen. „Wir haben es geschafft!“, jubelten beide. „Wir können es nicht fassen.“ Tosender Applaus, We-Are-the-Champions-Feeling, goldener Lamettaregen und einfach nur Jubel. Besonders schön: Auch die anderen drei Start-ups Evertracker, Forward und ­Impargo gönnten den Finnen den ersten Platz im start.hub Logistics.

„Wir hätten schon sehr gern gewonnen, aber Logmore ist verdienter Sieger“, sagte Philip John Mordecai, Gründer von Forward, der im entscheidenden gestrigen Pitch C dem zahlreichen Zuschauern zurief: „Danke für euren Support!“ Seine Bilanz: „Durch unsere Präsenz hier auf der Messe konnten wir einen NASDAQ-100 Logistiker auf uns aufmerksam machen und Interesse in einem Vier-Augen-Gespräch wecken. Echt vielversprechend“, sprudelte es aus dem Forward-Gründer heraus. „Bereits heute arbeiten drei der Top-5 Road-Freight-Spediteure mit uns zusammen. Wir sind gespannt, ob wir die Quote im Laufe der Messewoche noch steigern können.“ Und so fühlte sich auch Forward keineswegs als Verlierer.

Kunden aus der ganzen Welt

Zurück zum finnischen Sieger-Start-up Logmore: „Der start.hub Logistics überraschte uns mit einer freundlichen Start-up-Community, einer guten Location, gut organisierten Veranstaltungen und mehr. Mit dem Stand hatten wir die Möglichkeit, viele potenzielle Kunden aus der ganzen Welt zu treffen“, freute sich Niko Polvinen.

„Neben dem Pitch-Event ­bietet der start.hub Logistics eine einzigartige Konzentration von erfolgreichen Start-ups der Logistik“, lobte auch Florian Schimandl, Geschäftsführer des Start-ups Smartlane – das es nicht unter die besten acht schaffte. Ob ­potentielle Investoren, Kunden oder für Kooperationen untereinander böte die Location eine „wunderbar inspirierende Atmosphäre zum Austausch und Pflegen von Kontakten sowie zum Generieren gemeinsamer Ideen und großartiger zukünftiger Projekte“, sagte ein vollends zufriedener Schimandl.

Start-up Sirum rappt

Den Vogel indes schoss das Start-up Sirum ab. Als die „Fantastischen Drei“ rockten sie zum Schluss die start.hub Logistics-Bühne. Sie präsentierten ihre (logistische) Variante des Fanta 4 Krachers „MfG“, gespickt mit lauter Abkürzungen aus der Logistikwelt. Sogar Johannes Berg, Geschäftsführer des Digital Hub Logistics, rappte mit. Was für ein Spaß, und alle auf der Bühne und im prall gefüllten Auditorium rappten und klatschten mit.

Und auf was darf sich das Gewinner-Start-up Logmore freuen? Auf einen kostenfreien 20 m² großen Full-Service-Paketstand auf der transport logistic 2021, ein redaktionelles Porträt in der DVZ und auf blue-rocket.de, eine Media­leistung in den Medien der DVV Media Group im Wert von 10.000 EUR für Printanzeigen oder Online-Werbung sowie einen Arbeitsplatz für ein Jahr im Digital Hub Logistics in Hamburg.

Zum Schluss indes gebührt der Messe München besonderer Dank. Sie hat einen Spitzenstand in perfekter geostrategischer Lage ­(Halle B2, in unmittelbarer Nähe zu den Foren I und II, Anm. d. Red.) auf die Beine gestellt. Zudem zeigte sich die Messe vollig tiefenentspannt, als die vier finalen Start-ups Logmore, Impargo, Forward und Evertracker unmittelbar vor dem finalen Pitch C auf Fotografen-Wunsch das Blue-Rocket-Sofa enterten. Ordentlich zogen sie sich dabei ihre Sneaker aus. Das Gewicht der bodenständigen Jungunternehmer überstand zwar das Sofa, aber nicht die Bühne. Ein Sofabein durchbohrte die start.hub Logistics-Stage. Insofern ist es legitim zu schreiben, dass die finalen Start-ups nicht durch die ­Decke gingen, dafür aber die Bühne „schrotteten“. (tof)

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