T-Pod rollt erstmals über öffentliche Straße

T-Pod rollt erstmals über öffentliche Straße

Der autonom fahrende E-LKW T-Pod des schwedischen Technikunternehmens Einride rollt seit dem 15. Mai über öffentliche Straßen. Mit der Genehmigung durch die Straßenverkehrs- und Sicherheitsbehörde Transportstyrelsen darf der 7 m lange und beladen 20 t schwere LKW zunächst bis zum 30. Dezember 2020 zwischen zwei Terminals von DB Schenker in Jönköping pendeln. Die Strecke von 300 m führt auf 100 m über öffentliche Straßen. „Das ist keine große Entfernung, aber ein erster Schritt, der unsere Branche radikal verändern wird“, sagt Mats Grundius, Schenker-Geschäftsführer für die Länder Schweden, Dänemark und Island.  Die E-Mobilität im Güterverkehr sei ein wichtiger Punkt in der Nachhaltigkeitsstrategie von Schenker.

Bedenken, der T-Pod könnte Fahrer-Jobs überflüssig machen, zerstreut Grundius. „Diese Gefahr sehe ich nicht. Zum einen brauchen wird qualifizierte Fahrer, die die Fahrzeuge überwachen und eingreifen, sollte es notwendig werden. Zum anderen kann ich mir nicht vorstellen, dass ein autonom fahrender LKW Verteileraufgaben übernimmt, bei denen das reine Fahren nur ein Teilaspekt ist“. Zunächst fährt der T-Pod zwischen bekannten und festgelegten Lade- und Entladestellen mit Personal an den jeweiligen Endpunkten.

Grundius denkt aber schon an den nächsten Schritt, nämlich den Einsatz auf längeren Strecken beispielsweise zwischen den Schenker-Terminals in Jönköping und Borås – eine Entfernung von über 80 km. Der T-Pod würde es schaffen, denn seine Reichweite liegt bei 200 km mit einer Batterieladung. (jpn)

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